2009.07.18 Neuss : "ManU" spielt nach Anschlägen nicht in Jakarta

Manchester United hat die Absage des Gastspiels in Indonesien bestätigt. Damit reagierte die Klubführung auf die Terroranschläge in Jakarta.

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Gastspiel abgesagt: Trainer Alex Ferguson

Nach den Terroranschlägen auf Luxus-Hotels in Jakarta bleibt der englische Meister Manchester United trotz eines Appells der indonesischen Regierung bei der Absage des für Montag geplanten Gastspiels in der Hauptstadt. "Es gäbe keine stärkere Botschaft an die Welt, als das Spiel in Jakarta wie geplant stattfinden zu lassen", sagte Präsidentensprecher Dino Patti Djalal und bat "ManU" um einen "Akt der Solidarität, der in die Geschichte eingehen würde".

Verantwortung gegenüber Spielern und Mitarbeitern

Doch der ehemalige Champions-League-Sieger ließ sich nicht mehr umstimmen. In einer offiziellen Mitteilung erklärte der Klub vor dem Auftaktmatch der Asien-Tour am Samstag in Malaysia (3:2), die Absage sei nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern auf Empfehlung von verschiedenen Seiten, darunter auch das Auswärtige Amt, gefällt worden. Schließlich habe der Verein"'eine Verantwortung gegenüber seinen Spielern und Mitarbeitern". Stattdessen wird Manchester ein zweites Mal gegen die Auswahl Malaysias antreten.

Die "Red Devils" sollten im Rahmen ihrer Asien-Tour für Sonntag in Indonesiens Hauptstadt im Ritz-Carlton-Hotel untergebracht werden, wo am Freitag ebenso wie in einem weiteren Hotel der Metropole eine Bombe explodierte. Neun Menschen wurden bei den Anschlägen getötet und mehr als 50 weitere verletzt.