2009.07.20 Neuss : DVV-Sportdirektor: "Werden um Weltliga kämpfen"

Im Kalender des Deutschen Volleyball-Verbandes wird es nach der überraschenden Qualifikation für die Weltliga-Ausscheidung eng. Derzeit ist die Teilnahme des deutschen Teams offen.

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Die deutschen Volleyballer setzen zum Höhenflug an

Der überraschende Europaliga-Sieg der Männer stellt den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) wegen der damit verbundenen Qualifikation für die Weltliga-Ausscheidung vor große Probleme. Bis zum 31. Juli soll die Entscheidung fallen, ob das Team von Bundestrainer Raul Lozano an den beiden Ausscheidungsrunden im August und September teilnimmt und die Rahmenbedingungen für eine Weltliga-Teilnahme 2010 erfüllt werden können. Dazu gehören ein TV-Vertrag mit garantierten Liveübertragungen und eine Startgebühr von etwa 175.000 Euro.

"Ohne die Weltliga kommen wir nicht weiter nach vorn"

"Es wird schwierig, aber wir werden um die Weltliga kämpfen. Ohne die Weltliga kommen wir nicht weiter nach vorn", sagte DVV-Sportdirektor Günter Hamel dem SID. In den nächsten Tagen müssen Ausrichterstädte für die beiden Weltliga-Qualifikationsrunden im August (voraussichtlich gegen Puerto Rico) und September (voraussichtlich gegen Japan oder Venezuela) gefunden werden. Deutschland hätte in beiden Runden laut Hamel Heimrecht.

Zudem müssen mit Städten und TV-Sendern Verhandlungen für die mit 20 Millionen Dollar dotierte Weltliga 2010 geführt werden. Wegen der TV-Produktionskosten könnten etwa weitere 80.000 Euro auf den DVV zukommen, der sich auch um Bundeszuschüsse bemühen will.

Spanien steht bereit

Das deutsche Team hatte zuletzt 2003 an der lukrativen Weltliga teilgenommen. Mit dem 3:2 im Europaliga-Finale gegen Spanien wurde nun das Ticket für die Ausscheidungsspiele gelöst. Falls Deutschland die Weltliga-Bedingungen nicht erfüllen kann, hat Spanien bereits seine Bereitschaft zur Teilnahme angemeldet.