2009.07.20 Neuss : Gomez: "Normal, dass Ribery gefragt ist"

Nationalspieler und Bayern-Neuzugang Mario Gomez sieht das Wechsel-Theater um Franck Ribery gelassen: "Er ist ein Weltklassespieler. Es ist ganz normal, dass er gefragt ist."

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Mario Gomez (r.) und Franck Ribery

Bayern Münchens Nationalstürmer Mario Gomez geht mit dem zuletzt anhaltenden Wechsel-Theater um Franck Ribery gelassen um und freut sich auf das Zusammenspiel mit dem Franzosen. "Franck ist nicht nur ein Klassespieler. Er ist ein Weltklassespieler. Von dieser Kategorie gibt es auf der Welt nicht viele", sagte Gomez im Trainingslager des deutschen Rekordmeisters: "Seine dynamische Spielweise tut jedem Spieler gut."

Das wochenlange Buhlen von Real Madrid um den Mittelfeldspieler sei nachvollziehbar. "Es ist ganz normal, dass ein Spieler wie Franck gefragt ist", meinte der 24-Jährige. Manager Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatten zuletzt gedroht, die "Königlichen" anzuzeigen, sollten diese das Werben um Ribery nicht einstellen. Der 26-Jährige trainierte nach einer Schleimbeutelentzündung im Knie am Montagabend erneut nicht mit der Mannschaft, sondern absolvierte wie die weiteren Verletzten eine individuelle Einheit.

Daniel van Buyten wieder im Training

Dafür nahm vor 5000 Zuschauern Innenverteidiger Daniel van Buyten nach seiner Kapselverletzung im Knie wieder am Mannschaftstraining teil. Dafür fehlten weiterhin die angeschlagenen Miroslav Klose (Sprunggelenk), Anatolij Timoschtschuk (Pferdekuss) und Luca Toni, der nach seinem Urlaub nach dem Confed Cup erst am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen war und über leichte Beschwerden an der Achillessehne klagte.

Alle Angeschlagenen werden nicht am Testspiel beim Süd-Regionalligisten Stuttgarter Kickers am Dienstag (18.30 Uhr/live im DSF) teilnehmen. Diego Contento ist bereits wieder nach München gereist. Der Amateurspieler hatte sich im letzten Test bei Schalke 04 (2:1) eine Sprunggelenksverletzung zugezogen.

Das Training unter dem Niederländer Louis van Gaal ist für Gomez derweil eine neue Erfahrung. Der Coach fordere die mentale Leistungsfähigkeit sehr, sagte Gomez: "Das heißt: Nicht nur 20 Kilometer laufen und den Kopf ausschalten, sondern die Konzentration muss immer sehr hoch sein. Das ist auch anstrengend." Angesprochen auf Meistercoach und Neu-Schalker Felix Magath, der besonderen Wert auf die Fitness seiner Spieler legt, meinte Gomez: "Es ist wichtig, die beste Mannschaft zu sein, nicht die fitteste."