2009.07.22 Neuss : Meyer lobt Eigenständigkeit der Bundesligisten

Tim Meyer hat die Eigenständigkeit der Bundesligisten gelobt. "Der DFB vertraut in der Vorbereitung komplett auf die Arbeit der Klubs", sagte der Nationalmannschafts-Internist.

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Nationalmannschafts-Internist Tim Meyer

Nationalmannschafts-Internist Tim Meyer hat die Eigenständigkeit der Bundesligisten in der Saisonvorbereitung hervorgehoben. "Da vertrauen wir beim DFB ganz auf die Arbeit der Klubs, ohne ihnen reinzureden", sagte Meyer auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB.de). Dass es dabei unterschiedliche Auffassungen gebe, sei völlig normal: "Bei 18 Bundesligisten gibt es auch 18 verschiedene Trainingssteuerungen."

Vor dem Start in die WM-Saison hatten sich zuletzt Schalkes neuer Trainer Felix Magath und auch Münchens Vorstandsvorsitzener Karl-Heinz Rummenigge eine Einmischung des Verbandes und der Nationalmannschafts-Verantwortlichen in die Vereinsarbeit nachdrücklich verbeten. Bundestrainer Joachim Löw hatte daraufhin erklärt, dass man sich von Seiten des DFB-Trainerstabes nicht in die Vereinsarbeit einmischen werde.

Tipps und Ratschläge sind gefragt

Meyer, Ärztlicher Direktor am Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes, stellte aber klar, dass er für die Spieler immer ein offenes Ohr hat: "Wenn mich ein Nationalspieler um Rat fragt, werde ich den sicher nicht verweigern. " Solche Tipps und Ratschläge seien durchaus gefragt, beispielsweise im Hinblick auf Entspannungsmethoden und Ernährungsvorschläge.

Der DFB-Doc erklärte zudem mit Blick auf das wohl entscheidende WM-Qualifikationsspiel am 10. Oktober in Moskau gegen Russland, dass der Kunstrasen im Luschniki-Stadion keine besondere Verletzungsgefahr birgt: "Laut einer UEFA-Studie spricht im Moment nichts dafür, dass es auf Kunstrasen ein höheres Verletzungsrisiko gibt. Und die Rahmenbedingungen werden wir ja im Training auf einem vergleichbaren Untergrund in Mainz simulieren."