2009.07.24 Neuss : Phelps will nur schwimmen und siegen

Michael Phelps ist vor Beginn der Schwimm-Wettkämpfe bei der WM hoch motiviert. Der 24-jährige US-Amerikaner begrüßt die Entscheidung über die Schwimmanzüge.

pja
Künftig wohl wieder ohne Schwimmanzug unterwegs: Michael Phelps

Schwimmstar Michael Phelps aus den USA geht bei der Schwimm-WM in Rom hoch motiviert in den Wettkampf. "Nach den Erfolgen in Peking habe ich ein langes und kompliziertes Jahr mit guten und schlechten Ereignissen hinter mir. Doch jetzt bin ich wieder zurück, um das zu tun, was ich über alles liebe: schwimmen und siegen", sagte der 24-Jährige in Rom.

In den letzten Monaten habe er mit seinem Trainer Bob Bowmann Entspannungs- und Visualisierungstechniken geübt. "Ich bin auf alle Situationen vorbereitet. Ich weiß, dass ich viele Gegner habe, doch ich werde mein Bestes geben", erklärte der US-Schwimmer. Neben den Staffeln geht Phelps über drei Einzelstrecken an den Start.

Phelps begrüßt Entscheidung über Anzüge

Den Beschluss des Weltverbandes FINA ab 2010 nur noch Badehosen und Badeanzüge in Textil zuzulassen, begrüßt Phelps. "Es ist gut, dass wir künftig mehr über Wettkämpfe, Training und Schwimmtechniken und weniger über Anzüge reden werden. Was im Schwimmen zählt ist die harte Arbeit, nicht der Anzug", meinte Phelps. Sein Coach Bob Bowman ist der selben Meinung. "Ich glaube nicht, dass Michaels Leistungen sich mit den Textilanzügen verschlechtern werden. Es ist Zeit, die Debatte über die Anzüge zu beenden, um uns auf die Arbeit zu konzentrieren", so der Coach.

Seine Beziehung zu Phelps, den er seit seinem 12. Lebensjahr trainiert, habe sich nach den Erfolgen von Peking noch mehr gestärkt. "Ich versuche ihn jetzt stärker bei der Trainingsstrategie einzubinden, doch im Wesentlichen hat sich unsere Beziehung in den Jahren nicht viel geändert", so der Coach.

Schwimmen durch Olympiasiege populärer

Phelps Erfolge in Peking haben stark zur Popularität des Schwimmsports in den USA beigetragen. "Das Schwimmen ist in den USA jetzt viel populärer geworden. Ich muss mit viel Mediendruck auskommen, doch was für mich zählt, sind die Routine und das Training, ich versuche mich nicht zerstreuen zu lassen", meinte Phelps.

Seine Mutter Debbie wird ihn bei den Wettkämpfen anfeuern. "Sie ist im Flugzeug und wird bald in Rom sein. Sie wollte unbedingt nach Rom kommen. Ich habe auch große Lust, in Rom die Monumente zu sehen", erzählt Phelps.