2009.08.01 Neuss : Wasserballer beenden WM-Turnier auf Rang sechs

Die deutschen Wasserballer haben das WM-Turnier in Rom auf dem sechsten Platz beendet. Gegen Olympiasieger Ungarn verlor das Team von Trainer Hagen Stamm zum Abschluss mit 6:9.

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Das Team von Hagen Stamm belegte am Ende Rang sechs

Ein erfolgreicher WM-Abschluss blieb Deutschlands Wasserballern gegen Olympiasieger Ungarn zwar verwehrt, doch mit Platz sechs hat die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm die kühnsten Erwartungen in Rom übertroffen. "Die Spieler haben gezeigt, dass man mit Harmonie und Teamgeist Berge versetzen kann", sagte Stamm mit einem Anflug von Stolz.

Besser abgeschnitten hatte die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei einer WM zuletzt 1991 sowie bei Stamms Debüt als Nationalcoach 2004 bei Olympia in Athen - beide Male mit Rang fünf. "Platz sechs hat uns doch niemand zugetraut, zumal mit Heiko Nossek ein Leistungsträger früh verletzt ausgefallen ist", sagte Stamm.

Auch das 6:9 (1:4, 0:1, 1:3, 4:1) zum Abschluss gegen Ungarn konnte die gute Stimmung nicht trüben. "Wir wollten zwar länger Paroli bieten, aber dann haben wir die Ungarn durch leichte Fehler davonziehen lassen. Doch eine Niederlage mit drei Toren gegen den Olympiasieger ist in Ordnung. Gegen eine solche Mannschaft kann man nicht immer eine Überraschung schaffen", meinte Stamm.

Marc Politze mit drei Treffern erfolgreich

In der Vorrunde hatte die deutsche Mannschaft den Magyaren noch ein 7:7 abgetrotzt und die über 20 Jahre dauernde Durststrecke beendet. Auch diesmal zog sich das Team achtbar aus der Affäre. Neben den Torschützen Julian Real, Moritz Oehler und Marko Savic vom deutschen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau glänzte einmal mehr Stamms Schwiegersohn Marc Politze mit drei Treffern.

Der Kapitän und Italien-Profi kündigte nach dem "harten Turnier" an, es mit der Mannschaft "richtig krachen" zu lassen. "Jetzt werden wir spontan den Hotel-Pool aufmischen und dann sehen, was noch geht", sagte Politze vor der Heimreise des Teams am Sonntag.

Dann will Stamm die WM zuhause in Ruhe analysieren. Dass er der mit elf Spielern aus seinem "Stamm-Verein" Spandau gespickten Nationalmannschaft als Trainer erhalten bleibt, gilt als so gut wie sicher. "Die Rahmenbedingungen haben sich verbessert", sagte Stamm: "Es hat sich einiges zum Positiven entwickelt." Die Leistung der Mannschaft in Rom gehörte dazu.