2009.08.06 Neuss : Berg und Rozehnal dürfen gegen Randers ran

Den Einzug in die Play-off-Runde zur Europa League hat der HSV nach dem 4:0-Sieg beim FC Randers fast sicher. Im Rückspiel dürfen Marcus Berg und David Rozehnal erstmals ran.

pk
Debütant beim HSV: David Rozehnal

Der Drops ist ja eigentlich gelutscht: Nach dem 4:0-Auswärtssieg beim FC Randers vor einer Woche ist dem Hamburger SV der Vorstoß in die Play-offs um die Gruppenphase der Europa League nur noch theoretisch zu nehmen. Trainer Bruno Labbadia nutzt deshalb das Rückspiel gegen die biederen Dänen am heutigen Donnerstag (20.30 Uhr/live im ZDF) zum Debütantenball der Millionenstars. Erstmals werden die teuren Zugänge Marcus Berg (9,5 Millionen) und David Rozehnal (5 Millionen) in einem Pflichtspiel für die Rothosen auflaufen.

"Das Ergebnis im Hinspiel gibt uns die Möglichkeit, dem ein oder anderen Spieler Spielpraxis zu geben", sagte Labbadia. Verteidiger Rozehnal war erst unmittelbar vor dem Hinspiel in Randers von Lazio Rom losgeeist worden, Berg lag in der Vorbereitung mit einer Magen-Darm-Grippe flach. Beide blieben also zu Hause im Aufbautraining, als ihre neuen Kollegen in Jütland und Montag in Düsseldorf im Pokal aktiv waren.

Van der Vaart ist keine Option mehr

Für den Schweden, den Tschechen sowie den derzeit am Knie verletzten Niederländer Eljero Elia hat der HSV 23 Millionen Euro ausgegeben. Das Konto ist leer, den Spekulationen um eine Rückkehr des bei Real Madrid aussortierten Rafael van der Vaart hat Labbadia deshalb eine klare Absage erteilt. "Wir haben vor fünf Wochen bei ihm angefragt, da wollte er noch in Madrid bleiben", sagte der Trainer, "wir haben unsere Personalplanung also unabhängig von van der Vaart gemacht."

"Königstransfer" wurde so der 22 Jahre alte Torjäger Berg, der nach sieben Toren in vier Partien zum besten Spieler der U21-Europameisterschaft gewählt wurde. Er wird Paolo Guerrero ersetzen, der in Düsseldorf eine Prellung am Knie erlitt und Mittwoch nur auf dem Fahrrad Fitnesstraining machte.

Rozehnal wurde als erfahrene Alternative in der Innenverteidigung für Jerome Boateng verpflichtet. "Beide werden noch nicht bei 100 Prozent sein", vermutet Labbadia, "es macht aber Sinn, sie von Anfang an spielen zu lassen."

Castelen als sechster "Neuzugang"

Das gilt auch für Romeo Castelen, der im Grunde der sechste Neuzugang beim HSV ist. Der Niederländer laborierte 18 Monate an einer komplizierten Knieverletzung, jetzt ist er wieder fit und hat in der Vorbereitung einen starken Eindruck hinterlassen. "Er wird sicherlich auch seine Einsatzzeit bekommen", so Labbadia.

Am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Sky) steht die Saisonpremiere in der Bundesliga beim SC Freiburg an, da macht das Rotationsprinzip zur Schonung der Stammkräfte absolut Sinn. Ein Ziel der Einkaufspolitik war nach den Erfahrungen des letzten Jahres ja auch, den Kader qualitativ in der Breite zu verstärken.

Selbst Nationalspieler Marcell Jansen hat da keinen Stammplatz und musste sich zuletzt hinter U21-Europameister Dennis Aogo anstellen. "Ich mache mir darüber keine Sorgen", sagte der Linksverteidiger, "wir haben genug Spiele in dieser Saison, da wird jeder oft genug zum Einsatz kommen."