2009.08.08 Neuss : Veh: "Es entscheiden nur Nuancen"

Nach dem 2:0-Auftaktsieg des VfL Wolfsburg gegen den VfB Stuttgart spricht "Wölfe"-Trainer Armin Veh über die Leistung seines Teams, die Saisonziele und Nervosität.

nka
Grund zu guter Laune: Armin Veh (r.)

Mit einem souveränen 2:0 gegen den VfB Stuttgart hat der deutsche Meister VfL Wolfsburg einen Saisonauftakt nach Maß gefeiert. Im Interview äußert sich VfL-Coach Armin Veh zum Spiel aus seiner Sicht und zum Meisterschaftsrennen.

Frage: "Armin Veh, das 2:0 gegen Ihren Ex-Klub VfB Stuttgart ist für sie in Wolfsburg ein Auftakt nach Maß. Wie sehen sie die Leistung ihrer Mannschaft?"

Armin Veh: "Ich habe zwei Teams auf Augenhöhe gesehen, die sich vor allem in der ersten Halbzeit nichts geschenkt haben. Nach der Pause konnten wir dem Spiel dann immer mehr unseren Stempel aufdrücken, so dass der Sieg letztlich verdient war."

Frage: "Was hat Ihnen besonders gefallen?"

Veh: "Dass wir in der Schlussphase noch zulegen konnten. Das zeigt, dass wir physisch gut drauf sind."

Frage: "Hat die bessere Physis am Ende den Ausschlag gegeben?"

Veh: "Wenn zwei gleichstarke Mannschaften aufeinandertreffen, entscheiden nur Nuancen. So war es in diesem Spiel und so war es schon in der vergangenen Saison im Meisterschaftsrennen."

Frage: "Und am Ende setzt sich dann der VfL Wolfsburg durch... Ist Ihr Team demnach ein Titelkandidat?"

Veh: "Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass ich mehrere Klubs im Kampf um die Spitze sehe. Dazu zähle ich uns genauso wie Stuttgart - daran hat sich nichts geändert."

Frage: "Die Treffer von Misimovic und Grafite fielen wie aus dem Lehrbuch. Ist die Tormaschine des VfL überhaupt zu stoppen?"

Veh: "Das 1:0 war eine tolle Einzelleistung. Danach musste der VfB aufmachen. Und wenn man uns Platz lässt, sind wir gefährlich."

Frage: "Sie selbst haben rund um ihr erstes Bundesligaspiel mit Wolfsburg sehr gelassen gewirkt. Haben Sie keinen Druck gespürt? "

Veh: "Doch, aber das lasse ich mir nicht anmerken. Mit geht es auch nach 30 Jahren im Geschäft immer noch wie einem Schauspieler: kurz vor dem Auftritt steigt die Nervosität. Ich denke, das muss auch so sein."