2009.08.11 Neuss : NOFV will Berichte zu Jenaer Krawalle abwarten

Nach den Ausschreitungen zum Debüt von RB Leipzig gegen Carl Zeiss Jena II will das NOFV-Sportgericht noch in dieser Woche über die Einleitung eines Verfahrens entscheiden.

lhi
Anfeindungen gegen die Spieler des RB Leipzig zum Saisonauftakt in Jena

Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) wartet im Fall der Hass-Attacken gegen RB Leipzig noch auf verschiedene schriftliche Berichte und will in dieser Woche über die Einleitung eines Verfahrens gegen Carl Zeiss Jena entscheiden. Stephan Oberholz, im Deutschen Fußball-Bund (DFB) verantwortlicher Richter für die Regionalligen Nord und West, sagte dem SID, dass ein "Anfangsverdacht wegen unsportlichen Verhaltens und mangelnden Ordnungsdienstes vorliegen könnte".

Die Fünftliga-Partie am vergangenen Wochenende zwischen Carl Zeiss Jena II und dem neugegründeten RB Leipzig (1:1) war unter skandalösen Umständen über die Bühne gegangen. Die Gäste wurden wüst beschimpft und bespuckt, sogar während der Partie soll es zu Handgreiflichkeiten gegen einen Akteur gekommen sein. RB hatte massiv Kritik erhoben, dass dieses Spiel auf einem Nebenplatz und nicht im besser abzusichernden Stadion stattgefunden hatte.

Rund 50 Jenaer "Ultras" waren auf Krawalle aus, versuchten mit einer Sitzblockade die Einfahrt des RB-Mannschaftsbusses auf das Stadiongelände zu verhindern. Die Polizei setzte Pfefferspray ein.