2009.08.12 Neuss : Schädelbasisbruch schuld an Schumachers Absage

Die Folgen von Michael Schumachers Motorradunfall waren schlimmer als bislang bekannt. Der Rekord-Weltmeister erlitt bei dem Sturz in Cartagena einen Schädelbasisbruch.

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Michael Schumacher erlitt einen Schädelbasisbruch

Michael Schumacher hat bei seinem Motorradunfall im Februar in Cartagena einen Schädelbasisbruch erlitten und musste offenbar zeitweise sogar eine Lähmung befürchten. Wegen der schweren Verletzungen hatte der Rekord-Weltmeister am Dienstag sein Comeback in der Formel 1 abgesagt.

"Es war die schlimmste Verletzung, die er in seiner Karriere erlitten hat - mit weitem Abstand", sagte Schumacher-Arzt Johannes Peil, Leiter der Sportklinik Bad Nauheim, dem ZDF: "Es war ein extremer Aufschlag auf extremem Untergrund." Schumacher habe eine Fraktur des siebten Halswirbels und der oberen linken Rippe erlitten: "Wir hatten zusätzlich durch den enormen Aufprall und die enorme Stauchung eine Fraktur der Schädelbasis."

Laut des Schumacher-Leibarztes habe der Splitterbruch auch eine wichtige Ader beschädigt. "Man ist froh, wenn man das zunächst mal ohne Folgeschäden übersteht. Komplikationen würden auch das Kleinhirn betreffen. Das Kleinhirn ist verantwortlich für alle Leistungen des Bewegungsapparats. Da kann man sich leicht vorstellen, welche Fähigkeiten darunter leiden", sagte Peil.