2009.08.21 Neuss : Reiter-Präsident zu Rantzau in der Kritik

Nach den Vorwürfen gegen die deutschen Reiter bei Olympia 2008 steht Reiter-Präsident Breido Graf zu Rantzau unter Druck. In einem Interview wies er alle Vorwürfe zurück.

dok
In der Kritik: Breido Graf zu Rantzau

Die Vorwürfe gegen das deutsche Reitlager wegen möglicher Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien bei den olympischen Reiterspielen von Hongkong reißen nicht ab und werden zur Belastungsprobe für das FN-Präsidium. Nachdem zuletzt eine Gruppe von Landesvertretern und Veranstaltern Kritik an der Haltung des Vorstands bei der Aufklärung der Geschehnisse geübt hatte, musste sich nun FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau neuer Vorwürfe erwehren.

Der Verbands-Vorsitzende wies in einem Interview mit dem WDR Anschuldigungen zurück, er habe von der unangemeldeten Behandlung des deutschen Springpferdes Cornet Obolensky von Reiter Marco Kutscher gewusst und so einen möglichen Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien gedeckt. "Ich habe nichts gesehen. Die Stallgasse erstreckte sich über eine Länge von 70 Metern und ich stand etwa 30 Meter von der Stallung des Pferdes entfernt", sagte zu Rantzau.

Von der Behandlung habe er einige Tage später erfahren. Es habe aber "keine justiziablen Erkenntnisse" gegeben, "um Licht ins Dunkel zu bringen". Deshalb habe man sich entschieden, die Vorfälle nicht öffentlich zu machen.