2009.08.25 Neuss : Hockey-Damen mit Maximalausbeute ins EM-Halbfinale

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Damen hat das Halbfinale der EM ohne Niederlage erreicht. Nach dem 4:0 gegen Schottland wartet nun England.

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Mannschaftsführerin Fanny Rinne

Nicht geglänzt, aber auch nichts mehr anbrennen lassen: Die deutschen Hockeyfrauen haben ihr letztes Gruppenspiel bei der Europameisterschaft in Amsterdam im Schongang mit 4:0 (1:0) gegen Schottland gewonnen und sind verlustpunktfrei mit neun Zählern ins Halbfinale eingezogen. Eileen Hoffmann (3.), Mannschaftsführerin Fanny Rinne (42.) und Janine Beermann (62., 68. ) schossen die Tore für den Titelverteidiger, dessen Einzug in die Vorschlussrunde bereits nach den beiden Auftaktsiegen am Wochenende gegen Irland und Spanien feststand.

Bundestrainer Michael Behrmann konnte sich so über den ersten Platz in der Vorrundengruppe B freuen. Dadurch hat sein Team im Halbfinale am Donnerstag (19.00 Uhr) ein Treffen mit Topfavorit Niederlande vermieden, der ebenfalls alle drei Partien gewann und beim 9:0 gegen Russland seine Titelansprüche eindrucksvoll untermauerte.

"Wir haben unsere Pflicht erfüllt", sagte Behrmann, "es war ganz ok, dafür, dass es eigentlich um nichts mehr ging." Halbfinalgegner ist England, das durch ein 4:1 gegen den krassen Außenseiter Aserbaidschan den Halbfinal-Einzug sicherte.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht"

"Gegen England haben wir schon oft in diesem Jahr gespielt, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind jetzt heiß darauf, ins Finale zu kommen", sagte der Hamburger. Dabei strahlt er bereits großen Optimismus aus: "Die Engländerinnen sind technisch besser als Schottland. Das ist eine junge Mannschaft, die für London 2012 aufgebaut wird. Aber sie sind schlagbar und wir werden das auch schaffen."

Vor den Augen des deutschen Herrenteams, das am Mittwoch (15.30 Uhr) einen Punkt im letzten Vorrundenspiel gegen Österreich benötigt um den Damen ins Halbfinale zu folgen, gelang mit dem schnellen Tor durch die Neu-Hamburgerin Hoffmann im Anschluss an eine Strafecke ein Blitzstart. Danach aber gab es einen kleinen Bruch. Die Mannschaft war zwar ständig feldüberlegen, vor dem Tor war sie aber zunächst nicht entschlossen und durchsetzungsfähig genug. "Da gab es eine Phase Ende der ersten Halbzeit, in der die Spannung nachgelassen hat", monierte der Trainer.

Das änderte sich dann im zweiten Durchgang wieder. Souverän spulte Deutschland schließlich das Spiel runter, die Treffer von Rinne durch eine Strafecke und Beermann, deren zweitem Tor ebenfalls eine Ecke vorausging sorgten schließlich auch noch in der Höhe für ein standesgemäßes Ergebnis und bei Behrmann für Zufriedenheit: "Es war sehr gut, dass wir die eine oder andere Ecke verwandelt haben. Da wurden die richtigen Entscheidungen getroffen."