2009.08.26 Neuss : WM-Vorrunde Endstation für deutsche Judoka

Für Michaela Baschin, Robert Kopiske und Adrian Kulisch ist die Judo-WM in Rotterdam bereits vorbei. Die deutschen Judoka schieden bereits in der Vorrunde aus.

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Aus für Manuela Baschin in der Vorrunde

Dreifaches Aus in der Vorrunde: Die deutschen Judoka haben zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Rotterdam (26. bis 30. August) einen glatten Fehlstart hingelegt. Die Auswahl des Deutschen Judo-Bundes (DJB) setzt aber vor allem auf Olympiasieger Ole Bischof, der am Donnerstag seinen 30. Geburtstag feiert und am Freitag im Mittelgewicht bis 81kg auf die Matte tritt. Die ersten WM-Titel sicherten sich Georgi Santaraja (Ukraine/bis 60kg), Tsagaanbaatar Hashbaatar (Mongolei/bis 66kg) sowie bei den Frauen die Japanerin Tomoko Fukumi (bis 48kg).

"Ich bin sehr enttäuscht, dass ich die Erwartungen, die ich selbst in mich gesetzt hatte, nicht erfüllen konnte. Ich hatte mir viel mehr vorgenommen", sagte die mit Medaillenhoffnungen angetretene EM-Dritte Michaela Baschin. Der "Floh" aus Backnang landete im Extraleichtgewicht zwar einen souveränen Auftaktsieg gegen Luz Adiela Alvarez (Kolumbien), war dann aber gegen Olga Leschanka (Weißrussland) chancenlos. Allerdings plagte sich die Olympianeunte in den letzten Tagen mit einer Erkältung und war physisch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.

Bei den Männern waren Robert Kopiske (Potsdam/bis 60kg) sowie Adrian Kulisch (Esslingen/bis 66kg) von vornherein gegen Olympiasieger Choi Min-Ho (Südkorea) sowie den Olympiazweiten Benjamin Darbelet (Frankreich) krasse Außenseiter. "Beide haben beherzt gekämpft, waren am Ende aber deutlich unterlegen. Das Normale ist eingetreten", schätzte Bundestrainer Detlef Ultsch ein.

Kopiske verletzt sich

Kopiske verletzte sich im Duell gegen Choi zudem am rechten Knie und erlitt vermutlich eine Außenband-Dehnung. Kulisch hielt seinen Kampf zumindest bis zur Hälfte offen. "Da war auch ein Sieg möglich, aber am Ende hat er sich das Zepter aus der Hand nehmen lassen und war einfach nicht mehr in der Lage, noch Akzente zu setzen", kritisierte Ultsch.

Am Donnerstag stehen in Rotterdam die Entscheidungen bei den Männer bis 73kg und bei den Frauen bis 52kg sowie bis 57kg auf dem Programm. Deutsche Starter sind Mario Schendel (Potsdam), Romy Tarangul (Frankfurt/Oder) und Marlen Hein (Prenzlau).