2009.08.27 Neuss : Heldt: "Das wird eine große Herausforderung"

Zum dritten Mal in sechs Jahren ist der VfB Stuttgart in die Champions League eingezogen. Manager Horst Heldt spricht über Neuverpflichtungen und die Ziele in der Königsklasse.

dok
Will sich mit Stuttgart in der Champions League etablieren: Manager Horst Heldt

Nach der erfolgreichen Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase will Manager Horst Heldt noch einen weiteren Spieler verpflichten. Der Sport-Informations-Dienst (SID) hat die wichtigsten Aussagen aufgezeichnet.

Frage: "Was bedeutet der dritte Einzug in die Champions League binnen sechs Jahren für den VfB Stuttgart?"

Horst Heldt: "Wir haben uns große Ziele gesteckt und sie erreicht. Das ist toll für die Leute im Verein und ein Beweis, wie gut Markus Babbel und seine Spieler gearbeitet haben. Unser Ziel ist es, uns dauerhaft in der Champions League zu etablieren."

Frage: "Mit den Einnahmen von gut 20 Millionen Euro lässt sich der geplante Transer sicher gut verwirklichen..."

Heldt: "Einen Spieler wollen wir noch holen. Wir haben uns einige Profis ausgeguckt, die wir nun bis Montag prüfen. Das entscheidende Kriterium ist, dass wir Qualität dazuholen. Wir sehen Handlungsbedarf, aber wir müssen überzeugt sein."

Frage: "Sind die Verhandlungen so weit fortgeschritten, dass der Spieler der Wahl nur noch zusagen muss?"

Heldt: "Es ist andersherum - wir sagen dem Spieler zu. Wir müssen nicht darum betteln, dass einer nach Stuttgart kommt. Unser Kader ist groß, wir holen nur jemanden, wenn er uns wirklich weiterbringt."

Frage: "Wie sind die Ziele in der Gruppenphase der Königsklasse?"

Heldt: "Wir werden mindestens zwei Krachergegner haben. Keine Frage, dass es schwer für uns wird. Unser Ziel ist es aber, so weit wie möglich zu kommen und es vor allem besser als vor zwei Jahren zu machen. Mindestziel ist Gruppendritter und damit die Europa Legaue, aber natürlich versuchen wir, Zweiter zu werden und in der Champions League zu bleiben. Das ist ein hohes Ziel, was man sich aber stecken muss."

Frage: "Wie wird Ihre junge Mannschaft mit dem Spagat zwischen Königsklasse und Bundesliga zurechtkommen?"

Heldt: "Das wir vor allem vom Kopf her eine große Herausforderung für die jungen Spieler. Dafür haben wir auch einen großen Kader. Es wird ein Balanceakt, aber wir rücken nicht von dem Ziel ab, auch in Bundesliga und Pokal möglichst weit zu kommen. Schließlich wollen wir uns dauerhaft in der Champions League etablieren."

Frage: "Gab es eigentlich eine Party nach dem Champions-League-Einzug?"

Heldt: "Es gibt keine Party, das wäre fatal. Wir sind in sechs Jahren das dritte Mal dabei. Und besitzen jetzt auch die Arroganz zu sagen, dass wir diese Chance auch wahrnehmen wollen. Wir wollen mehr als das erreichen, was wir schon jetzt geschafft haben."