2009.08.30 Neuss : Stuck und Biela verpassen Sieg auf dem Nürburgring

Ein Ausrutscher und eine Kollision haben einen Sieg von Hans-Joachim Stuck und Frank Biela beim siebten Saisonlauf der deutschen Langstrecken-Meisterschaft verhindert.

us
Hans-Joachim Stuck

Ein Ausrutscher des früheren Formel-1-Piloten Hans-Joachim Stuck und eine Kollision seines Teamkollegen Frank Biela haben den möglichen Sieg der beiden Rennsport-Veteranen beim siebten Saisonlauf der deutschen Langstrecken-Meisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife verhindert.

Zuvor hatte das Duo, das noch von Frank Stippler (Bad Münstereifel) unterstützt wurde, im vom DTM-Team Phoenix Racing (Meuspath) eingesetzten Audi R8 LMS 19,2 Sekunden Vorsprung vor den späteren Siegern Arno Klasen (Karlshausen), Marc Lieb (Ludwigsburg) und Marcel Tiemann (Soltau) im werksunterstützten Manthey-Porsche 911 GT3-RSR herausgefahren.

Stuck: "Heute haben wir Oldies Mist gebaut"

Nach den Zwischenfällen kämpfte sich das Audi-Trio in dem Vier-Stunden-Rennen von Position 131 unter 185 Startern bis auf Rang 13 nach vorne. "Heute haben wir Oldies Mist gebaut. Dafür gibt es keine Entschuldigung, aber in so einem harten Wettbewerb mit so vielen Autos kann so etwas natürlich immer mal passieren", sagte der 58-jährige Stuck dem SID.

Der VW-Motorsport-Repräsentant hatte gemeinsam mit Biela am 27. Juni im Phoenix-R8 LMS für den ersten Audi-Sieg überhaupt auf der berühmten Nordschleife des Nürburgrings gesorgt und dabei den Ingolstädtern den lang erhofften Triumph passend zum 100-jährigen Bestehen der Marke Audi beschert.

Debütant Jarvis nur auf Position elf

Unterdessen gab DTM-Pilot Oliver Jarvis im zweiten von Phoenix eingesetzten R8 LMS ein unglückliches Debüt auf der Nordschleife. Der 25-jährige Brite, der gemeinsam mit Dennis Rosteck und Nicki Thiim (Porta Westfalica/Rinteln) den dritten Platz belegt hatte, wurde mit seinen Teamkollegen nachträglich auf Platz elf zurückgestuft, weil er nach Aussage der Rennleitung an einer Unfallstelle Flaggensignale missachtet hatte.

Pech hatte auch der frühere Formel-1-Rennstall Zakspeed (Niederzissen). Nach zwischenzeitlicher Führung fielen Sascha Bert und Marc Bronzel (Ober-Ramstadt/Großensee) wegen eines Reifenschadens an der Dodge Viper vorzeitig aus. Immerhin konnte sich Bert mit der schnellsten gefahrenen Rennrunde (8:21,847 Minuten) trösten.