2009.09.02 Neuss : Deutsche Basketballer unterliegen Slowenien klar

Trotz guten Beginns hat die deutsche Nationalmannschaft ihr vorletztes EM-Testspiel mit 53:70 gegen Slowenien verloren. Beide Teams stehen sich am Donnerstag erneut gegenüber.

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Patrick Femerling (l.) im Zweikampf mit Gasper Vidmar

Deutschlands neuformierte und stark verjüngte Nationalmannschaft hat den vorletzten Härtetest für die EM in Polen (7. bis 20. September) nicht bestanden. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann musste sich in Bonn den routinierten Slowenen mit 53:70 (23:31) geschlagen geben. Als letzte Begegnung der Vorbereitung auf die Titelkämpfe steht ein zweites Duell mit dem EM-Siebten von 2007 am Donnerstag in Karlsruhe (19.00 Uhr/live im DSF) auf dem Programm.

"Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Wenn man so ein Viertel spielt wie das zweite, dann wird es schwer. Trotzdem hat die Mannschaft Moral bewiesen. Das Bemühen war sichtbar", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann und richtete bereits den Blick in Richtung EM: "Wir müssen eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern finden. Wenn es zu jung wird, dann häufen sich die Fehler."

Fünf Tage vor dem Vorrunden-Auftakt bei der EM am kommenden Montag (19.15 Uhr/live im DSF) in Danzig gegen den Titelaspiranten Frankreich erwischte die deutsche Mannschaft, die erstmals seit zehn Jahren bei einem großen Turnier auf NBA-Star Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks verzichten muss, vor 5.000 Zuschauern einen vielversprechenden Start und konnte das erste Viertel mit 17:10 für sich entscheiden.

Per Günther fällt für EM aus

Gegen die erfahrenen Slowenen, die mit zwei NBA-Profis angetreten waren, fehlten die durch einen Magen- und Darmvirus geschwächten Robin Benzing und Elias Harris. Nach 15 Minuten jedoch hatten auch die Gäste ihren Rhythmus gefunden und konnten erstmals ausgleichen (19:19). Zu diesem Zeitpunkt fehlte bereits Aufbauspieler Per Günther (ratiopharm Ulm), der einen Mittelfußbruch erlitt und damit für die EM ausfällt. Der 21-Jährige, der nicht operiert werden muss, wird rund sechs bis acht Wochen pausieren.

Danach verlor die DBB-Auswahl den Faden, so dass sich Coach Bauermann in der Halbzeitpause über Mikrofon bei den Fans für die Leistung entschuldigte und Besserung versprach. Doch trotz aller Bemühungen seiner Mannschaft nach dem Wechsel hatten die Slowenen mit ihrem starken Aufbauspieler Goran Dragic von den Phoenix Suns stets eine Antwort parat und hielten die Gastgeber bis zum Ende des dritten Viertels auf Distanz.

Mit jenem Kampfgeist, mit dem sie in den Testspielen zuvor glänzen konnte, versuchte das DBB-Team die Partie im Schlussviertel zu drehen. Doch am Ende gewann es lediglich an Erfahrung.