Der Tagesspiegel : 21. Dezember 1979

Vor 25 Jahren berichteten wir über Opern-Freikarten für Politiker

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Das Thema taucht in schöner Regelmäßigkeit bei jeder künstlerisch interessanten Opernpremiere als „Begleitmusik“ auf: Wer bekommt Freikarten? Wie groß ist der Kreis derer, den der Senat mit freigehaltenen Plätzen im Parkett und im ersten Rang ehrt? Die Länge dieser Namenslisten ärgert vor allem die Opernbesucher, die regelmäßig an den Wochenenden vor der Kassenhalle des Opernhauses Schlange stehen und sich den zum freien Verkauf übriggebliebenen Rest teilen müssen. Ihnen ist der Kreis der „Geehrten“ einfach zu groß. Sie halten es mehr mit den Hamburgern, die auch bei Premieren lediglich für den Ersten Bürgermeister und den Kultursenator Freikarten zur Verfügung stellen. Alle übrigen Senatoren und die Staatsräte werden auch bei Erstaufführungen zur Kasse gebeten.

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