Der Tagesspiegel : 216 Weine mit 90 Punkten und mehr

Die internationale Wertschätzung österreichischer Weine ist hoch, schlägt sich aber bislang nur selten in entsprechenden Bewertungen nieder. Die Winzer haben sich beispielsweise darüber geärgert, dass der auf den angelsächsischen Märkten tonangebende Robert Parker nur ihre Süßweine ernst genommen nahm. Das hat sich jetzt geändert, seit Parkers Mitarbeiter David Schildknecht, ein Österreich-Spezialist, für den „Wine Advocate“ 500 Weine überwiegend aus dem Jahrgang 2006 verkostet und 216 davon mit Noten von 90 Punkten und mehr bewertet hat. Acht erhielten 96 Punkte und mehr und kamen damit in die höchste Kategorie „extraordinary“.

Auch an der Spitze seiner Liste stehen wieder Süßweine - die 2004 Schreurebe Trockenbeerenauslese von Alois Kracher erhielt 98 Punkte. Doch schon ein paar Ränge weiter findet sich der Grüne Veltliner Smaragd Kellerberg 2006 von F.X.Pichler (96) und der Riesling Smaragd Hochrain 2006 von Franz Hirtzberger mit 95 Punkten.

Schildknecht hebt hervor, der 2006er Jahrgang zeichne sich durch besonders hohen Extraktgehalt aus, der die Weine in der Balance halte, und durch frische Fruchtigkeit. Bei den österreichischen Rotweinen lobt er vor allen den Blaufränkischen und schreibt: „Ich glaube, dass es selten – wenn überhaupt – je so viele spannende österreichische Rotweine eine Jahrgangs gegeben hat.“ bm

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