Der Tagesspiegel : 3. Dezember 1980

Vor 25 Jahren war die Schulverwaltung in Sorge, dass das Seilspringen ausstirbt

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Weil auf den Schulhöfen in den Pausen vor allem gerauft und gerangelt wird, will die Senatsschulverwaltung den Kindern jetzt das „einfache Spielen“ wieder nahebringen. Offenbar hätten viele Kinder das Spielen verlernt, erklärte die Verwaltung, weil sie einfach über zu wenig Spiele Bescheid wüßten. Unter „einfachem Spiel“ versteht der Schulsenator etwa Seilspringen, Hopse oder Murmeln, alles Sachen also, die früher auf Straßen und Plätzen praktiziert wurden. Raschs Verwaltung will sie nunmehr vor den Autos auf die Schulhöfe retten. An einer Suche nach weiteren „Spielen für die große Pause“ sollen sich auch Mütter und Väter, Großväter und Großmütter beteiligen. Auf diese Weise möchte die Verwaltung vor allem die Regeln für vergessene Spiele erhalten. Die schönsten sollen veröffentlicht und später auf einigen Schulhöfen auch vorgestellt werden.

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