3. Oktober : Deutsche stehen zur Wiedervereingung

Auch 17 Jahre nach der deutschen Einheit bewerten Bundesbürger das historische Ereignis sehr positiv. Die Unterschiede zwischen Ost und West werden laut einer Umfrage aber immer noch stark wahrgenommen.

Deutsche Einheit Foto: ddp
Berliner in den Tagen und Nächten nach dem "Mauerfall" am 09.11.1989. -Foto: ddp

Berlin79 Prozent der Befragten halten die Vereinigung beider deutscher Staaten aus heutiger Sicht für richtig, ergab eine Untersuchung der Forschungsgruppe Wahlen. Nur 17 Prozent sprechen danach von einer falschen Entscheidung. Im Rückblick bewege sich die Zustimmung weiter auf hohem Niveau, erreiche aber nicht mehr ganz die Spitzenwerte der vergangenen Jahre.

Für 63 Prozent aller Bundesbürger - 69 Prozent im Osten und 61 Prozent im Westen - überwiegen zwischen Ost und West nach wie vor eher die Unterschiede, für 33 Prozent gibt es mehr Gemeinsamkeiten. Allerdings gibt es für 45 Prozent - 60 Prozent im Osten und 41 Prozent im Westen - auch zwischen dem Norden und Süden der Republik mehr Gegensätze denn Gemeinsamkeiten.

Für 54 Prozent im Westen und 56 Prozent im Osten befindet sich die Bundesrepublik in einer wirtschaftlich ausgeglichenen Situation. Ihre persönliche Wirtschaftslage beurteilen 46 Prozent der Westdeutschen, aber nur 36 Prozent der Ostdeutschen als "gut", 43 Prozent im Westen und 46 Prozent im Osten sagen "teils-teils". 12 Prozent im Westen sowie 18 Prozent im Osten beschreiben ihre persönliche Finanzlage negativ.

Die Forschungsgruppe Wahlen hat im Rahmen des Politbarometers vom 11. bis 13. September 1639 Wahlberechtigte telefonisch befragt (West: 971, Ost: 669). (mit dpa)