Der Tagesspiegel : 40-Jähriger soll Jungen massiv gequält haben Polizei wirft ihm mehr als 300 Straftaten vor

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Langerwisch Ein 40-jähriger Mann aus Langerwisch im Landkreis Potsdam-Mittelmark soll binnen vier Jahren mehr als 300 Straftaten in Potsdam und dem Umland begangen und dabei seine Opfer gequält und genötigt haben. Dem Arbeitslosen werden unter anderem 200 Fälle von Erpressung und 90facher Drogenhandel vorgeworfen. Ihm sei eine speziell gebildete, sechsköpfige Ermittlergruppe auf die Schliche gekommen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stießen die Beamten auf Elektroschocker, Maskierungs- und Fesselungsmaterial sowie Munition. Alle Gegenstände, darunter PC-Technik und elektrische Geräte, bei denen es sich möglicherweise um Diebesgut handelt, wurden sichergestellt. Polizisten hatten den Beschuldigten bereits am vergangenen Donnerstag vorläufig festgenommen. Tags darauf erging gegen ihn Haftbefehl.

Nach Informationen der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) soll der Beschuldigte in den Wäldern rund um Potsdam unter anderem minderjährige Jungen gefoltert, sexuell missbraucht und anschließend zu Straftaten gezwungen haben. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der verheiratete Mann seine Opfer gefügig gemacht, indem er sie „bedrohte, massiv quälte und sexuell nötigte", sagte eine Polizeisprecherin der PNN. Dabei habe er Elektroschocker und eine Waffe mit Schalldämpfer benutzt. Ob er auf die Jungen auch geschossen hat, blieb unklar. Im Anschluss an die Folter habe er die Opfer gezwungen, gemeinsam mit ihm Straftaten zu begehen. So mussten sie synthetische Drogen wie Amphetamine und Ecstasy verkaufen, Einbrüche und Diebstähle begehen sowie Fahrzeuge stehlen. Die Erlöse aus den Taten mussten die Jugendlichen bei dem Arbeitslosen abliefern. Nach PNN-Informationen hatte die Polizei in den vergangenen zehn Jahren schon mehrfach gegen den nun Verhafteten ermittelt, ihm aber nie etwas nachweisen können. tie/dpa

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