46. DEL-Spieltag : Hannover baut Tabellenführung aus - Eisbären verlieren

Die Hannover Scorpions haben sich in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) als erste Mannschaft das Play-off-Ticket gesichert und zugleich die Tabellenspitze ausgebaut. Hannover liegt nun fünf Punkte vor Meister Berlin, der bei den Grizzly Adams Wolfsburg überraschend verlor.

BerlinDie Hannover Scorpions haben ihre Tabellenführung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) 14 Tage vor dem Ende der Vorrunde ausgebaut. Der Spitzenreiter (92 Punkte) besiegte am Freitag die Nürnberg Ice Tigers 4:1 (0:0, 3:0, 1:1). Der deutsche Meister Eisbären Berlin (87) kassierte mit dem 2:3 (1:1, 0:1, 1:1) in Wolfsburg eine unerwartete Niederlage. Den sechsten Heimsieg in Serie feierten die Hamburg Freezers beim 6:1 (3:0, 3:0, 0:2) über die Kassel Huskies. Der Tabellendritte Mannheim (82) kämpfte sich nach einem 0:3-Rückstand gegen Iserlohn zwar noch auf 3:3 heran, zog in der Verlängerung aber den Kürzeren.

Die Niedersachsen brauchten vor 5717 Zuschauern eine lange Anlaufzeit, um auf die Siegerstraße zu kommen. Tore Vikingstad gelang das 1:0 erst nach 26 Minuten. Danach lief es für die immer offensiver werdenden Gastgeber besser: Thomas Dolak und erneut Vikingstad machten im zweiten Durchgang eigentlich schon alles klar. Klaus Kathan zog für den Pokal-Finalisten aus Hannover mit dem 4:0 den Schlussstrich. Alain Nasreddine erzielte den Ehrentreffer für die Nürnberger.

Magere Treffer-Ausbeute bei den Eisbären

Der Titelträger aus Berlin, bei dem der durch einen Kieferbruch mindestens sechs Wochen ausfallende Kapitän Stefan Ustorf fehlte, kassierte in Wolfsburg nach drei Siegen die erste Niederlage. Vor 2718 Zuschauern schossen Jason Ulmer, Jan-Axel Alavaara und Justin Papineau den etwas schmeichelhaften Sieg für die Gastgeber heraus. Für die magere Treffer-Ausbeute bei den Eisbären sorgten Steve Walker und Denis Pedersen, der 61 Sekunden vor Spielende das 2:2 machte. Allerdings konterte Papineau zum Endstand direkt im Anschluss.

Nach zuletzt fünf Siegen erlitt Krefeld einen herben Dämpfer. Die Pinguine, die am Freitag den Vertrag für Trainer Igor Pavlov verlängerten, unterlagen vor 4137 Zuschauern auf eigenem Eis dem ERC Ingolstadt 1:3 (0:1, 1:2, 0:0). Glen Goodall, Jakub Ficenec und Yves Sarault schossen die Tore für den Überraschungssieger, der die Punkte hoch verdient einkassierte.

Mirko Lüdemann ist seit Freitag Mitglied im exklusiven "800er- Club": Der ehemalige Nationalspieler (132 Einsätze) bestritt in Duisburg sein 800. DEL-Spiel mit den Kölner Haien. Der 35-jährige Verteidiger erreichte diese Marke als zweiter Profi - nach seinem Team-Kollegen Andreas Renz. Mit 152 Toren und ist der gebürtige Sachse, seit 1993 bei den Haien, der erfolgreichste Abwehrspieler in der DEL. An der 4:5-Niederlage der Kölner nach Verlängerung im Kellerduell bei den Füchsen konnte der Jubilar aber auch nichts ändern. Das Spiel sahen lediglich 1500 Zuschauer. (sgo/dpa)