Der Tagesspiegel : 5200 neue Arbeitsplätze in Brandenburg geschaffen

Potsdam - Ikea-Möbel aus der Prignitz, „Capri-Sonne“ aus dem Havelland oder Vestas-Windräder aus Lauchhammer: Die Wirtschaft im eher ländlich geprägten Brandenburg brummt wie nie zuvor seit 1990. Das geht aus dem ersten „Jahresbericht zur Wirtschaftsförderung“ hervor, den Fachminister Ulrich Junghanns (CDU) gestern vorstellte. Danach wurden 2007 insgesamt 1,3 Milliarden Euro in hiesigen Unternehmen oder Neuansiedlungen investiert, 5201 Arbeitsplätze geschaffen. Vergleichzahlen zum Vorjahr gibt es nicht, da der Bericht erstmals nicht nur die Bilanz der Landes-Zukunftsagentur (ZAB), sondern auch die der regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften enthält. Doch betonte ZAB-Chef Detlev Stronk, „wir sind auch im Deutschland-Vergleich mit vorn.“

Die höchsten Investitionen gab es in klassischen Branchen wie Metall (282 Millionen Euro), Energie (195 Millionen Euro) und Chemieindustrie (122 Millionen Euro). Es folgen „junge“ Industrien wie Medien (115 Millionen Euro) oder Geoinformation (112 Millionen Euro). Mit der Bilanz sieht Junghanns die Konzentration der Wirtschaftsförderung auf ausgewählte „Wachstumskerne“ und 16 Branchen bestätigt. Er kündigte an, dass künftig weniger Branchen gefördert werden. thm

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