Anzeige : Deutsche Oper Berlin – Saison 2016/2017

Richard Wagner: Der fliegende Holländer
RICHARD WAGNER: DER FLIEGENDE HOLLÄNDERFoto: Thomas Jauk

Richard Wagner: Der fliegende Holländer
Der Holländer ist ein Verfluchter, ein Getriebener, ein Außenseiter. Die Figur dieses Heimatlosen lernte Richard Wagner bei Heinrich Heine kennen, der den romantischen Stoff jedoch mit der für ihn typischen Ironie erzählte. Wagner hingegen interessierte sich nicht für Heines Rahmenhandlung, die den Holländer-Stoff in Distanz rückte. Er versenkte sich in die Geschichte des mysteriösen Seefahrers und schuf seine erste Oper über die Suche des Mannes nach der ihn erlösenden Frau. Der Holländer, der rastlose Wanderer zwischen Leben und Tod, trifft auf eine Frau – Senta –, die ebenfalls fremd und heimatlos scheint und sich nach einer männlichen Figur sehnt, die sie aus ihren eigenen Fantasien geboren hat: den Holländer. Es ist eine Welt der Traumbilder und des Fantastischen, der Obsessionen und der Projektionen – eine Welt, die längst den Bezug zur Wirklichkeit verloren hat. Dies trifft vor allem den Jäger Erik, der als der vielleicht einzig wahre und real Liebende erscheint. Doch er erreicht die anderen, die sich in ihren Träumen auflösen, nicht mehr. Wagners Oper, 1841 entstanden und 1843 in Dresden uraufgeführt, ist nach dem vorangehenden RIENZI, der stilistisch der Grand Opéra folgte, eine Hinwendung zur Tradition der deutschen romantischen Oper von Weber oder Marschner. Trotz dieser Orientierung am Zeitgeist weist das Werk auf Wagners weitere Entwicklung als Musikdramatiker voraus. Und erstmals steht im Zentrum Wagners Lebensthema der Erlösung durch Liebe im Tod.

Der Regisseur und Choreograf Christian Spuck, der an der Deutschen Oper Berlin bereits 2014 mit seiner Inszenierung von Hector Berlioz’ FAUSTS VERDAMMNIS begeisterte, arbeitet nun zum zweiten Mal an der Deutschen Oper Berlin, wiederum mit Generalmusikdirektor Donald Runnicles.

Vorstellungen: 7. [Premiere], 11., 16., 20. Mai; 4., 10. Juni 2017
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UMBERTO GIODANO: ANDREA CHÈNIER
UMBERTO GIODANO: ANDREA CHÈNIERFoto: Marcus Lieberenz

Umberto Giordano: Andrea Chénier
Fast 100 Jahre sollten vergehen, bis die Ereignisse aus den Jahren 1789 bis etwa 1800 die Opernbühne erreichten. Das bekannteste Werk aus einer ganzen Reihe vornehmlich in Italien entstandener Stücke für das Musiktheater ist Umberto Giordanos ANDREA CHENIER: Die Pariser Aristokratie tanzt, obgleich sich in den Palästen die Boten der Revolution offen zeigen. Fünf Jahre später sind die Tänze verstummt. Das blutige Schreckensregime unter Robespierre lähmt die Gesellschaft und frisst die eigenen Kinder. Vor diesem historischen Hintergrund entspannt sich die Dreiecksgeschichte zwischen dem Diener und späteren Rädelsführer Charles Gérard, dem gemäßigt-revolutionären Dichter Andrea Chénier und der Grafentochter Madeleine von Coigny. In detailgetreuer Historizität entwirft Umberto Giordano ein Panorama der Französischen Revolution, und dies mittels eines höchst intelligenten Librettos Luigi Illicas sowie mittels einer überragenden kompositorischen Technik, die nicht nur die Klänge der Revolution mit „Carmagnole“, „Marsellaise“ und „Ça ira“ sondern auch Zitate des Rokoko aufnimmt und in meisterhafte Instrumentation umsetzt. Und, ganz Italiener, fehlt in seinem dramma di ambiente storico die überwältigende Schönheit von Arien wie „La mamma morta“ nicht.

Vorstellungen: 13. [Wiederaufnahme], 17., 21., 25. Mai 2017
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Benjamin Britten: Billy Budd
BENJAMIN BRITTEN: BILLY BUDDFoto: Marcus Lieberenz

Benjamin Britten: Billy Budd
Kapitän Edward Fairfax Vere peinigt der Gedanke an einen Vorfall aus längst vergangener Zeit. Damals, als Kommandant des Kriegsschiffes „Indomitable“, hat er einen jungen Untergebenen zum Tod verurteilt, weil der den Waffenmeister des Schiffs im Affekt erschlug. „Meuterei“, so lautete die Anklage. Doch war der Bootsmann Billy Budd wirklich schuldig? War das Urteil ein gerechtes Urteil?

Sechs Jahre nach seinem Jahrhundertwerk PETER GRIMES stellte sich Benjamin Britten erneut den Fragen nach Schuld und Unschuld, nach dem Recht des Einzelnen und der Übermacht des Ganzen. Seine Oper BILLY BUDD verschärft die Problematik noch einmal entscheidend. Musikalisch ist das Werk groß angelegt, mit einem Orchesterapparat, wie ihn keine andere Britten-Oper erfordert. Durchaus traditionell in der Anlage, mit einzelnen, erkennbaren Musik-Nummern, einer differenzierten Instrumentierung und vielen atmosphärisch einzigartigen Details klingt die Musik überwältigend, ohne jemals konventionell zu sein. Innerhalb von nur zwei Monaten erklingt – nach TOD IN VENEDIG – eine weitere Oper Benjamin Brittens, diesmal unter Leitung von Moritz Gnann.

Vorstellungen: 24., 26. Mai; 2. Juni 2017
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Alle Opern der Saison 2016 /2017 im Überblick

Hector Berlioz: ROMÉO UND JULIETTE / Georges Bizet: CARMEN / Benjamin Britten: TOD IN VENEDIG (Premiere), BILLY BUDD / Gaetano Donizetti: DER LIEBESTRANK / Umberto Giordano: ANDREA CHÉNIER / Charles Gounod: FAUST / Engelbert Humperdinck: HÄNSEL UND GRETEL / Giacomo Meyerbeer: DIE HUGENOTTEN (Premiere) / Wolfgang Amadeus Mozart: COSÌ FAN TUTTE (Premiere), DON GIOVANNI, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, DIE ZAUBERFLÖTE / Modest P. Mussorgskij: BORIS GODUNOW (Premiere) / Giacomo Puccini: LA BOHÈME, MADAMA BUTTERFLY, LA RONDINE, TOSCA, TURANDOT / Gioacchino Rossini: DER BARBIER VON SEVILLA / Andrea Lorenzo Scartazzini: EDWARD II. (Uraufführung) / Richard Strauss: SALOME / Pjotr I. Tschaikowskij: EUGEN ONEGIN / Giuseppe Verdi: AIDA, DON CARLO, EIN MASKENBALL, NABUCCO, RIGOLETTO, LA TRAVIATA / Richard Wagner: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (Premiere), LOHENGRIN, PARSIFAL, TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG, DAS RHEINGOLD, DIE WALKÜRE, SIEGFRIED, GÖTTERDÄMMERUNG

Berlins größtes Opernhaus - Die Deutsche Oper Berlin

Es war eine kleine Kulturrevolution, die Charlottenburgs Bürger wagten, als sie vor über 100 Jahren die Deutsche Oper Berlin gründeten. Deren Ideal einer Bürgeroper ohne Pomp und Plüsch fühlte sich auch Architekt Fritz Bornemann verpflichtet, als er 1961 nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges das Haus neu erbaute: Hervorragende Sicht und Akustik bieten den Rahmen für Musiktheater von Ausnahmerang, die großzügigen Foyers sind kultureller Treff der Hauptstadt. Internationale Stars und ein erstklassiges Ensemble sind in dem an Regiehandschriften reichen Repertoire zu erleben: Mozart, Verdi, Wagner, Meyerbeer, Berlioz, Puccini, Strauss oder Britten spielen eine ebenso wichtige Rolle wie die zeitgenössische Oper. Das Orchester gehört unter Leitung von Donald Runnicles zu den herausragenden Klangkörpern, gastierend u. a. beim Musikfest Berlin und den BBC Proms. Seit 2012 zeichnet Dietmar Schwarz als Intendant für die künstlerische Bandbreite des Hauses verantwortlich, unter dessen Leitung sich auch die Studiobühne »Tischlerei« zu einer Institution für partizipatives Musiktheater und Uraufführungen entwickelte.

Tickets und Informationen

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Premieren:
www.deutscheoperberlin.de

Anfahrt

Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin