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Anzeige : Deutsche Oper Berlin – Saison 2016/2017

Deutsche Oper Berlin – Saison 2016/2017

Modest P. Mussorgskij: BORIS GODUNOW
Modest P. Mussorgskij zeichnete in seiner einzigen vollendeten Oper das Portrait eines klugen Herrschers und gütigen Familienvaters, der es mit geschickter Heirat und guter Regierungsarbeit, aber auch der grausamen Bluttat eines Kindsmordes, auf den Zarenthron gebracht hat. Er zeigt aber vor allem das Scheitern dieses Zaren, der – von äußeren Feinden bedrängt – letztlich an seiner inneren Gewissensnot zerbricht. Er ist den Zwängen politischer Prozesse unterworfen, die er nur wenig mehr aktiv zu beeinflussen vermag als sein Volk, das von Mussorgskij in beeindruckenden Chorszenen auf die Bühne gebracht wird. Dieses Volk erscheint als unmündige Masse unter der absolutistischen Macht von Zar und Adel ebenso wie als Summe verschiedenster Einzelschicksale.

Vorstellungen: 17. [Premiere], 23., 27. Juni; 1., 4., 7. Juli 2017
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GIUSEPPE VERDI: DON CARLO
GIUSEPPE VERDI: DON CARLOFoto: Bettina Stöß

Giuseppe Verdi: DON CARLO
Keine andere seiner Opern hat Giuseppe Verdi so häufig redigiert, gekürzt, umgestellt und neugefasst wie ausgerechnet diejenige, die durch ihr engmaschiges Gewirk aus politischen, religiösen und gesellschaftlichen Zwängen am ehesten an die Unausweichlichkeiten des griechischen Dramas heranreicht und damit seine düsterste geworden ist: DON CARLO.

Fast zwanzig Jahre liegen zwischen dem Kompositionsbeginn 1865 und der Mailänder Aufführung jener vieraktigen Fassung, die heute die meistgespielte ist. Verdi versuchte immer wieder durch Kürzungen und Umstellungen zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen. So bringt es die Schillers Drama in weiten Teilen getreue Oper auf nicht weniger als sieben Versionen. Das Licht der Vernunft freilich sieht man in keiner aufscheinen. Gefangene ihrer Zwänge, Gefangene in selbstangelegten Zügeln, Gefangene aber vor allen Dingen einer stets tödlich drohenden geistlichen Macht, der selbst die weltliche Herrschaft nicht gewachsen ist – die Ausweglosigkeit menschlicher Verstrickungen in diesem Netzwerk des Terrors bringt Verdi elementar auf den Punkt: Freiheit verspricht allenfalls der Tod.

Vorstellungen: 24., 29. Juni; 2., 6. Juli 2017
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Alle Opern der Saison 2016 /2017 im Überblick

Hector Berlioz: ROMÉO UND JULIETTE / Georges Bizet: CARMEN / Benjamin Britten: TOD IN VENEDIG (Premiere), BILLY BUDD / Gaetano Donizetti: DER LIEBESTRANK / Umberto Giordano: ANDREA CHÉNIER / Charles Gounod: FAUST / Engelbert Humperdinck: HÄNSEL UND GRETEL / Giacomo Meyerbeer: DIE HUGENOTTEN (Premiere) / Wolfgang Amadeus Mozart: COSÌ FAN TUTTE (Premiere), DON GIOVANNI, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, DIE ZAUBERFLÖTE / Modest P. Mussorgskij: BORIS GODUNOW (Premiere) / Giacomo Puccini: LA BOHÈME, MADAMA BUTTERFLY, LA RONDINE, TOSCA, TURANDOT / Gioacchino Rossini: DER BARBIER VON SEVILLA / Andrea Lorenzo Scartazzini: EDWARD II. (Uraufführung) / Richard Strauss: SALOME / Pjotr I. Tschaikowskij: EUGEN ONEGIN / Giuseppe Verdi: AIDA, DON CARLO, EIN MASKENBALL, NABUCCO, RIGOLETTO, LA TRAVIATA / Richard Wagner: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (Premiere), LOHENGRIN, PARSIFAL, TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG, DAS RHEINGOLD, DIE WALKÜRE, SIEGFRIED, GÖTTERDÄMMERUNG

Berlins größtes Opernhaus - Die Deutsche Oper Berlin

Es war eine kleine Kulturrevolution, die Charlottenburgs Bürger wagten, als sie vor über 100 Jahren die Deutsche Oper Berlin gründeten. Deren Ideal einer Bürgeroper ohne Pomp und Plüsch fühlte sich auch Architekt Fritz Bornemann verpflichtet, als er 1961 nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges das Haus neu erbaute: Hervorragende Sicht und Akustik bieten den Rahmen für Musiktheater von Ausnahmerang, die großzügigen Foyers sind kultureller Treff der Hauptstadt. Internationale Stars und ein erstklassiges Ensemble sind in dem an Regiehandschriften reichen Repertoire zu erleben: Mozart, Verdi, Wagner, Meyerbeer, Berlioz, Puccini, Strauss oder Britten spielen eine ebenso wichtige Rolle wie die zeitgenössische Oper. Das Orchester gehört unter Leitung von Donald Runnicles zu den herausragenden Klangkörpern, gastierend u. a. beim Musikfest Berlin und den BBC Proms. Seit 2012 zeichnet Dietmar Schwarz als Intendant für die künstlerische Bandbreite des Hauses verantwortlich, unter dessen Leitung sich auch die Studiobühne »Tischlerei« zu einer Institution für partizipatives Musiktheater und Uraufführungen entwickelte.

Tickets und Informationen

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030 / 343 84 343

Online:
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Premieren:
www.deutscheoperberlin.de

Anfahrt

Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin