Anzeige : Deutsche Oper Berlin – Saison 2016/2017

Faust
FaustFoto: Matthias Baus

Charles Gounod: Faust
„Ein großes Thema ist die Mann-Frau- oder besser Mann-Mädchen-Geschichte. Eigentlich muss man es Missbrauch nennen, was da passiert. Die ganze Spirale der Tragik, die dieses Mädchen erlebt – unverheiratet schwanger, verlassen vom Mann, deswegen in ein soziales Aus geschleudert, zum Kindsmord getrieben und dann im Knast zum Tode verurteilt – das ist eine Ausgrenzungsgeschichte, wie man sie in religiös machoid geprägten Gesellschaften immer noch findet.“ (Philipp Stölzl)

Charles Gounod extrahierte aus Goethes philosophischem Menschheitsdrama „Faust“ für seine gleichnamige Oper die Einzelschicksale und erschuf dabei quasi nebenbei einen neuen Operntypus, die Opéra lyrique. Im Zentrum der Opernhandlung steht Marguerite. Sie wird verführt, glaubt an die große Liebe und zerbricht daran. Gleich mehrere Männer umkreisen sie und mit ihnen unterschiedliche Sehnsüchte und Projektionen: Faust träumt von Jugend und Leidenschaft, Méphistophélès beobachtet sie mit kaltem Voyeurismus. Marguerites Bruder Valentin betrachtet die Schwester als Statussymbol und Eigentum. Und der große Verlierer ist Siebel, dessen aufrichtige Gefühle im Nichts verhallen.
Vorstellungen: 12., 14., 25., 28. Januar 2017

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Edward II.
Edward II.Foto: Monika Rittershaus

Andrea Lorenzo Scartazzini: Edward II.
Die Deutsche Oper Berlin hat eine lange Tradition als Spielstätte des zeitgenössischen Musiktheaters. Anknüpfend an die Uraufführungsserien ihrer Geschichte wird seit 2016 wieder in jeder Spielzeit eine Auftragskomposition einer großen Oper erklingen. Auf Georg Friedrich Haas’ MORGEN UND ABEND folgt nun die Uraufführung EDWARD II. von Andrea Lorenzo Scartazzini. Gemeinsam mit dem Librettisten Thomas Jonigk schrieb Scartazzini ein Musiktheater über die schillernde und polarisierende Figur des mittelalterlichen englischen Königs Edwards II. Vor allem dessen Zuneigung zu einem Schlachtersohn ging in die Geschichte ein: als Beispiel höfischer Günstlingswirtschaft aber auch als Bekenntnis eines Herrschers zu einem nicht standesgemäßen Freund. In der Kunst wurde die Figur Edwards II. über die Jahrhunderte hinweg zu einer Ikone der Schwulenbewegung. Von Christopher Marlowes Drama reicht die Reihe der Bearbeitungen über Bertolt Brechts „Edward II“ bis zu Derek Jarmans gleichnamiger berühmter Filmversion. Thomas Jonigk und Andrea Lorenzo Scartazzini stellen in ihrer Auseinandersetzung die Frage nach dem Umgang auch der heutigen Gesellschaft mit Außenseitern. Es inszeniert Christof Loy, der bereits 2012 eine Oper von Jonigk und Scartazzini zur Uraufführung brachte.
Uraufführung: 19. Februar 2017 / 24. Februar; 1., 4., 9. März 2017
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Alle Opern der Saison 2016 /2017 im Überblick

Hector Berlioz: ROMÉO UND JULIETTE / Georges Bizet: CARMEN / Benjamin Britten: TOD IN VENEDIG (Premiere), BILLY BUDD / Gaetano Donizetti: DER LIEBESTRANK / Umberto Giordano: ANDREA CHÉNIER / Charles Gounod: FAUST / Engelbert Humperdinck: HÄNSEL UND GRETEL / Giacomo Meyerbeer: DIE HUGENOTTEN (Premiere) / Wolfgang Amadeus Mozart: COSÌ FAN TUTTE (Premiere), DON GIOVANNI, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL, DIE ZAUBERFLÖTE / Modest P. Mussorgskij: BORIS GODUNOW (Premiere) / Giacomo Puccini: LA BOHÈME, MADAMA BUTTERFLY, LA RONDINE, TOSCA, TURANDOT / Gioacchino Rossini: DER BARBIER VON SEVILLA / Andrea Lorenzo Scartazzini: EDWARD II. (Uraufführung) / Richard Strauss: SALOME / Pjotr I. Tschaikowskij: EUGEN ONEGIN / Giuseppe Verdi: AIDA, DON CARLO, EIN MASKENBALL, NABUCCO, RIGOLETTO, LA TRAVIATA / Richard Wagner: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (Premiere), LOHENGRIN, PARSIFAL, TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG, DAS RHEINGOLD, DIE WALKÜRE, SIEGFRIED, GÖTTERDÄMMERUNG

Berlins größtes Opernhaus - Die Deutsche Oper Berlin

Es war eine kleine Kulturrevolution, die Charlottenburgs Bürger wagten, als sie vor über 100 Jahren die Deutsche Oper Berlin gründeten. Deren Ideal einer Bürgeroper ohne Pomp und Plüsch fühlte sich auch Architekt Fritz Bornemann verpflichtet, als er 1961 nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges das Haus neu erbaute: Hervorragende Sicht und Akustik bieten den Rahmen für Musiktheater von Ausnahmerang, die großzügigen Foyers sind kultureller Treff der Hauptstadt. Internationale Stars und ein erstklassiges Ensemble sind in dem an Regiehandschriften reichen Repertoire zu erleben: Mozart, Verdi, Wagner, Meyerbeer, Berlioz, Puccini, Strauss oder Britten spielen eine ebenso wichtige Rolle wie die zeitgenössische Oper. Das Orchester gehört unter Leitung von Donald Runnicles zu den herausragenden Klangkörpern, gastierend u. a. beim Musikfest Berlin und den BBC Proms. Seit 2012 zeichnet Dietmar Schwarz als Intendant für die künstlerische Bandbreite des Hauses verantwortlich, unter dessen Leitung sich auch die Studiobühne »Tischlerei« zu einer Institution für partizipatives Musiktheater und Uraufführungen entwickelte.

Tickets und Informationen

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Ticket Hotline:
030 / 343 84 343

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Premieren:
www.deutscheoperberlin.de

Anfahrt

Deutsche Oper Berlin
Bismarckstraße 35
10627 Berlin