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Axel Springer SE : "Einigkeit und Recht und Freiheit": Grundsteinlegung Axel Springer Neubau in Berlin

Berlin (ots) - Feierliche Zeremonie in Berlin / Uraufführung der Filmdokumentation zur Geschichte des Baugrundstücks

Es ist gute Tradition bei Axel Springer, dass die Grundsteinlegungen für neue Verlagsgebäude oder Druckereien am Geburtstag des Verlegers stattfinden. Gemäß dieser Tradition feierte die Axel Springer SE am Vormittag des 2. Mai 2017 die Grundsteinlegung des Berliner Axel Springer Neubaus, der seit dem offiziellen Baubeginn am 6. Oktober 2016 in unmittelbarer Nachbarschaft zu den bestehenden Verlagsgebäuden auf dem Gelände zwischen Axel-Springer-, Schützen-, Zimmer- und Jerusalemer Straße entsteht. Das für die digitale Arbeitswelt vom niederländischen Architekten Rem Koolhaas mit einem spektakulären Entwurf konzipierte dreizehngeschossige Bürogebäude bietet Platz für 3500 Arbeitsplätze.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, begrüßte die über 140 Gäste, darunter den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, sowie zahlreiche Baubeteiligte und sagte: "Wir freuen uns, dass unser Neubauprojekt jetzt Gestalt annimmt. Wir bauen auf geschichtsgeladenem Grund, direkt an der ehemaligen Mauer, im früherem Osten, also so, dass Axel Springer die Grenzen der einst geteilten Stadt auch baulich überwindet. Wir bauen auf einem Grundstück, das deutsch-deutsche, vor allem auch deutsch-jüdische Tragödien erlebt hat. An diese Geschichte denkend, in die Zukunft zu blicken, ist unser Ziel. Das radikal moderne Design von Rem Koolhaas definiert Arbeitsräume in der digitalen Welt neu. Es soll ein Symbol und ein Verstärker für den Wandel und für die Verbindung der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen werden."

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, brachte in einem Grußwort die Bedeutung des Neubaus für die Stadt Berlin zum Ausdruck: "Dieser Bau ist eine große Investition in den Medienstandort Berlin. Die tiefe Verbundenheit zwischen Axel Springer und unserer Stadt wird an dieser Stelle fortgesetzt. Vor 50 Jahren errichtete Springer im geteilten Berlin ein Verlagshaus als Symbol der Freiheit und eines friedlichen Europas. Dieser Neubau steht für das heutige Berlin: eine digitale Haupt- und Medienstadt."

Ebenfalls in der Tradition des Verlegers Axel Springer vollzog Friede Springer mit den Worten "Einigkeit und Recht und Freiheit" den symbolischen Hammerschlag auf den Grundstein, in dem zuvor eine Edelstahlkapsel eingelassen wurde. Die Inhalte der Kapsel sollen Zeit- und Unternehmenstypisches für nachfolgende Generationen dokumentieren und bewahren. Mitarbeiter hatten sich zuvor mit einem unternehmensweiten Ideenwettbewerb an der Auswahl der Gegenstände beteiligt. So fehlten selbstverständlich nicht tagesaktuelle Zeitungen (WELT, BILD, B.Z.) oder die Unternehmensgrundsätze. Hinzu kamen bauübliche Dokumente, wie Baupläne und - ganz digital, zusätzlich zu den analogen Münzen - ein Datenträger mit einem Code für BitCoin Satoshis. Ein kleiner silberner Anker soll an die Hamburger Verlagsheimat erinnern. Auf einem Smartphone wurden die Angebote der digitalen Marken des Unternehmens heruntergeladen.

In einer ebenfalls beigefügten Bauurkunde heißt es unter anderem: "So legen auch wir diesen Grundstein an einer Grenze wie einst Axel Springer. Wir legen ihn an einer Epochengrenze, den Blick ins Ungewisse gerichtet. Wir legen ihn aber im Wissen, die Zukunft gestalten zu können. Deshalb bauen wir mit großem Optimismus. Die offene, helle Architektur des Gebäudes wird uns künftig ein Symbol und Ansporn sein für die Transparenz unserer Arbeit, die Zuversicht, mit der wir sie angehen und das Licht, das sie in die Gesellschaft tragen soll und wird."

Im Anschluss an den feierlichen Akt der Grundsteinlegung auf dem Baugelände wurde die Veranstaltung im 19. Stock des Verlagsgebäudes mit der Uraufführung einer 15-minütigen Filmdokumentation fortgesetzt. Eine umfangreiche markenübergreifende Recherche zur Historie des Baugrundstücks von Sven Felix Kellerhoff, Leitender Redakteur Zeit- und Kulturgeschichte WELTN24, und Hans-Wilhelm Saure, Chefreporter im BILD-Ressort Investigative Recherche, brachten eine Fülle von Geschichten zutage, die in einer neu gedrehten Dokumentation nachgezeichnet wurden. Der Film, produziert von der Zeitsprung Pictures GmbH, zeigt, dass der heutige Baugrund nicht nur die Geschichte der Stadt Berlin, sondern gesamtdeutsche Geschichte widerspiegelt. Die Axel Springer SE widmet den Film den Opfern und den Helden, deren Schicksal mit dem Baugrundstück verbunden war.

In einem von Claus Strunz, SAT.1-Moderator und Geschäftsführer TV- und Videoproduktionen bei Axel Springer, moderierten Gespräch zwischen Mathias Döpfner und Rem Koolhaas zur Architektur und den Bedürfnissen der modernen Arbeitswelt betonte Döpfner, dass der Axel Springer Neubau die kulturelle Transformation von Europas führendem Digitalverlag weiter unterstützen werde und diese gleichzeitig sichtbar und greifbar mache. Koolhaas sagte: "Die Möglichkeit, durch Architektur der besonderen Geschichte dieses Grundstücks ein weiteres Kapitel hinzuzufügen und dieses Unternehmen mit seiner zentralen Rolle im modernen Deutschland in die Zukunft zu begleiten, hat uns sehr inspiriert."

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