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Sport : Teams und Fahrer der Formel E

Die Formel E verbindet innovative Technik mit herausragenden Motorsportlern und Teams:
Noch steht der Durchbruch bei elektrischen Antrieben auf den öffentlichen Straßen bevor, doch in der Formel E paaren sich schon seit 2014 feinste Zukunftstechnik und klassischer Motorsport. Pionier bei den Herstellern war beim Start der Formel E im Jahr 2014 noch Renault. Das Unternehmen stellte allen Teams ein Einheitsfahrzeug zur Verfügung. Mittlerweile wurde die technische Eigenentwicklung in weiten Teilen freigegeben, so dass sich eine ganze Reihe von Herstellen in der Formel E tummelt. Mit und hinter den Teams liefern bekannte Marken die Technologien. Darunter unter anderem Audi, BMW, Renault und vor allem auch asiatische Hersteller wie Mahindra (Indien) oder Nio (China). Andere Teams wie Jaguar Racing oder Venturi können auf eine lange Motosporttradition blicken und komplettieren neben Newcomern wie Techeetah (China) das Hightech-Feld der Formel E. 


TEAM - ABT SCHAEFFLER AUDI SPORT

Seit dem Sieg im allerersten Formel-E-Rennen der Geschichte in Peking im Jahr 2014 ist das Team ABT Schaeffler Audi Sport eines der erfolgreichsten Teams in der Formel E.

Die technische Zusammenarbeit mit Schaeffler ist die treibende Kraft hinter der Entwicklung der Antriebseinheit, die Lucas di Grassi in der zweiten Saison mit nur wenigen Punkten Rückstand auf Platz zwei nach vorne brachte. Audi hat jedoch angekündigt, dass die Unterstützung des Teams nach der Einstellung ihres Engagements in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC ausgeweitet werden soll. Di Grassi und sein Teamkollege Daniel Abt sind seit der ersten Saison an Bord und konnten schon viele Podiumsplätze erkämpfen. Zwischen dem Team ABT und Audi besteht eine lange Verbindung, nicht nur im Motorsport sondern auch über die Tuning-Zubehörmarke Sportsline.


Fahrer:

Lucas di Grassi - war der Sieger des allerersten Formel-E-Rennens der Geschichte 2014 in Peking und stand seitdem öfter auf dem Podium als jeder andere Fahrer. Die erste Saison beendete er als dritter und verpasste in der zweiten Saison den Titel nur um Haaresbreite, musste sich aber schließlich geschlagen geben. Er fährt seit Beginn der Formel E für das Team ABT Schaeffler Audi Sport aber er hat sich als erster Fahrer dieser Serie verschrieben und spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des ersten Autos mit dieser Ausstattung, das in der ersten Saison eingesetzt wurde. Auch nahm er an einem spektakulären Show-Event in Las Vegas teil und er war der erste Mensch der Geschichte, der jemals einen Rennwagen über die arktische Eisdecke fuhr - dies im Rahmen eines Projekts mit dem auf die Eisschmelze in der Arktis aufmerksam gemacht werden sollte. Aber di Grassi ist nicht nur Rennfahrer in der Formel E, er ist auch Werksfahrer bei Audi in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, seine Teamkollegen sind der Formel-E-Fahrer Loic Duval und Oliver Jarvis.

Daniel Abt - fährt seit zwei Saisons in der Formel E, mit gemischtem Erfolg, aber er beendete die zweite Saison sehr stark mit drei Podiumsplätzen in den letzten sechs Rennen. Abt ist in der Welt des Motorsports kein Fremder. Sein Vater, Hans-Jürgen, ist der Eigentümer und Teamchef von ABT Sportsline, das in der DTM-Serie mitfährt, und auch des einzigen deutschen Formel-E-Rennstalls. Sein Onkel, Christian Abt, ist ebenfalls Rennfahrer und fuhr eine Reihe von Jahren in der DTM. Daniel fuhr das erste Mal im Alter von sechs Jahren im Kart und gewann gleich seine ersten sieben Rennen. Er stieg schnell bis in die Formel-3-Euroserie auf, wo er 2011 sein Debut als jüngster Fahrer auf der Strecke feierte und dreimal aufs Podium kam.

TEAM - MS AMLIN ANDRETTI

Die Formel E ist neben dem Meisterschaftssieger IndyCar und Rallycross das rein elektrische Element im Motorsportrennstall von Andretti Autosport. Andretti hat mehr Fahrer auf das Podium der Formel E gebracht als irgendein anderes Team, aber die oberste Stufe blieb ihm bisher verwehrt. Aufgrund technischer Probleme konnte das Team in der zweiten Saison keine eigene Antriebseinheit einsetzen, aber jetzt in der dritten Saison ist sein brandneuer ATEC-02 im Einsatz. Andretti hat sich die technische Partnerschaft mit BMW gesichert, deren Weiterentwicklung jetzt für die nächsten drei Saisons auf dem Plan steht. Das hat auch Rennsieger Antonio Felix da Costa bewogen, das Team als Kollege von Robin Frijns zu verstärken.

Fahrer:

Robin Frijns - Nach einer starken ersten Saison mit einem tollen Podiumsplatz in einem beschädigten Auto in Putrajaya bleibt Frijns noch eine weitere Saison bei Andretti. Frijns kommt nicht aus einer Rennfahrerfamilie, seine ersten Erfahrungen im Kart sammelte er durch einen Freund der Familie. Nachdem er zu einigen Rennen gereist war und die Gerüche und Geräusche in sich aufgenommen hatte wurde klar, dass er vom Hobby- in den Profisport wechseln würde. Er bekam ein Quad zum Spielen im Garten und seine Mutter lag ihm dauernd in den Ohren, dass er wieder absteigen solle, nachdem er den ganzen Garten ruiniert hatte, aber der junge Frijns bekam ein Gefühl fürs Fahren. Der niederländische Fahrer und Rennsieger der GP2-Serie erhält seit dem Beginn seiner Karriere als Testfahrer für Sauber und Red Bull Racing beim Nachwuchstest der Formel 1 in Abu Dhabi große Anerkennung für sein Talent. 2013 kam Frijns als offizieller Testfahrer zu Sauber und fuhr einen Teil der Saison in der GP2. Er konnte einmal gewinnen und zweimal auf dem Podium landen. 2014 kam Frijns als Testfahrer zu Caterham F1. 2015 fuhr Frijns in der Blancpain GT Series in einem Audi R8 mit seinem Teamkollegen Laurens Vanthoor im belgischen Team W Racing und beendete die Saison auf Platz sechs.

Antonio Felix Da Costa - Nach zwei Saisons beim Team Aguri mit einem sensationellen Sieg in Buenos Aires in der ersten Saison, fährt Antonio Felix da Costa jetzt in der dritten Saison bei Andretti. Neben der Formel E fuhr er früher auch noch für BMW in der DTM, aber seit dem Zusammenschluss der deutschen Marke mit dem amerikanischen Team fährt er Vollzeit in der rein elektrischen Einsitzerserie. Da Costa stammt aus einer Rennfahrerfamilie und begann im Alter von neun Jahren mit dem Kartfahren. Er fuhr eine Reihe von Rennen in Portugal gegen Konkurrenten, die viel älter waren als er. 2007 kam er zu den Einsitzern, in die Formel Renault 2.0. Nachdem er sowohl in der Formel-3-Euroserie wie auch in der GP3 auf sich aufmerksam gemacht hatte kam er ins Nachwuchsprogramm von Red Bull. Sein Testdebut in der Formel 1 hatte er im Jahr 2010 bei Force India und er hat auch alle vier Red-Bull-Siegerfahrzeuge von Adrian Newey gefahren. Der BMW-Werksfahrer konnte seinen bereits sehr beeindruckenden Lebenslauf, auf dem unter anderem ein brillanter Sieg beim Macau Grand Prix 2016 steht, noch durch einen Sieg in der prestigeträchtigen DTM Touring Car Serie ergänzen.

TEAM – DS VIRGIN RACING

Mit der Verbindung mit dem französischen Luxuswagenhersteller DS (gehört zur Citroën-Gruppe) wurde in der zweiten Saison aus Virgin Racing das Team DS Virgin. Nachdem er bei der Titeljagd in der ersten und zweiten Saison nur eine Außenseiterrolle gespielt hat, bleibt Sam Bird für eine dritte Saison an Bord und wird von Jose Maria Lopez unterstützt, der gerade in der FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) noch einen weiteren Meistertitel für Citroën gesichert hat. In der zweiten Saison war DS Virgin eines von zwei Teams mit zwei Motoren, einer Lösung, die sich zwar als schnell aber zu schwer und zu schwierig zu bedienen erwies, daher fahren auch sie in dieser Saison mit einem Einzelmotor. Obwohl es sich um eine vergleichsweise junge Marke handelt, war DS bereits in der WRC aktiv, während Virgin bereits als Sponsor des Weltmeisterteams von Ross Brawn, Brawn GP, in der Formel 1 im Motorsport von sich reden machte, das in den Jahren 2010 und 2011 aktiv war.

Fahrer:

Sam Bird - Schon die zweite Saison in Folge ist Sam Bird mit einer geringen rechnerischen Chance auf den Meistertitel in die letzte Runde gegangen und es hat letztendlich nicht geklappt. Dennoch kann er auf jeden Fall stolz auf diese zweite Saison sein, in der er den schwierigen DS Virgin zähmen und drei Pole Positions und einen brillanten Sieg in Argentinien erreichen konnte. Bird erschien im Jahr 2002 in der Kartszene. Nach seiner Zeit im Kart gewann Bird ein Stipendium für die Teilnahme an der Eröffnungssaison der Formel BMW beim Rennstall Carlin Motorsport. Er beendete das Jahr mit drei Siegen als einer der besten Neulinge. Bird blieb noch eine weitere Saison in der Formel BMW und beendete das Jahr als Zweitplatzierter. Nach ein paar Jahren, in denen er seinen Aufstieg durch die Formel Renault und die britische F3 fortsetzte, wurde er Formel-1-Testfahrer für Williams und konzentrierte sich auf die Entwicklung der linearen Aerodynamik. Schließlich kam er zu Mercedes für den Nachwuchsfahrertest in Abu Dhabi. 2013 fuhr Bird in der GP2 wo er mit Russian Time den Titel nur knapp verpasste. Neben der Formel E war Bird im Jahr 2016 auch mit Ferraris AF Corse bei der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC dabei.

Jose Maria Lopez - Der amtierende FIA-Tourenwagen-Weltmeister Jose Maria Lopez fährt nun wieder einen Einsitzer im Rennstall DS Virgin Racing. Als der Weg in die Formel 1 für den Argentinier verschlossen blieb, kehrte er nach Hause zurück und fuhr in der argentinischen TC2000 Tourenwagen-Meisterschaft, die er schon mehrfach gewinnen konnte. Nach seinem aufsehenerregenden einmaligen Debüt in der WTCC wurde er sofort von Citroën unter Vertrag genommen. Es war eine himmlische Verbindung und drei aufeinanderfolgende Weltmeistertitel folgten. Dies brachte „Pechito“ zum ersten Mal seit seiner Teilnahme an der GP2 im Jahr 2006, wo er unter anderem gegen Konkurrenten wie Lewis Hamilton, Lucas di Grassi und Adam Carroll fuhr, zurück zu den Einsitzern. Nach dem Gewinn des Titels in der italienischen Formel Renault im Jahr 2002 kam Lopez ins Nachwuchsfahrerprogramm von Renault und war 2004 Testfahrer für die Formel-1-Teams Renault und Minardi.

TEAM – FARADAY FUTURE DRAGON RACING

Für die dritte Saison der Formel-E-Meisterschaft hat sich Dragon Racing mit Faraday Future zusammengetan. Jerome D’Ambrosio konnte für das Team in den beiden letzten Saisons Rennen gewinnen, und auch Loic Duval stand auf dem Podium. Faraday Future ist ein amerikanisches Technologie-Start-Up mit chinesischem Hintergrund, das sich auf die Entwicklung intelligenter Elektrofahrzeuge konzentriert. Sein erstes Serienfahrzeug soll 2017 auf den Markt kommen. Dragon Racing wurde von Jay Penske und Steve Luczo, Vorsitzender und CEO von Seagate Technologies, im Jahr 2006 gegründet. Von 2007 bis 2014 fuhr das Team in der IndyCar-Serie.

Fahrer:

Jerome D'Ambrosio – Er ist seit Beginn der Formel E bei Dragon Racing und bleibt auch nach der Partnerschaft mit Faraday Future im Team. Der Belgier konnte schon zwei Rennen gewinnen und die beiden bisher einzigen Pole Positions des Teams gehen ebenfalls auf sein Konto. Wie die meisten der Fahrer in der Formel E begann auch D'Ambrosio seine Karriere im Kart bevor er seinen Aufstieg in den Einsitzer-Serien Formel Renault, Formel Renault 3.5, Formel Masters und GP2 in Angriff nahm. D’Ambrosio kam 2004 ins Formel-1-Nachwuchsfahrerprogramm von Renault und wurde schließlich im Jahr 2010 offizieller Testfahrer. Ein Jahr später hatte er sein Debut in der Formel 1 bei Marussia und wurde dann in der folgenden Saison Ersatzfahrer bei Lotus.

Loic Duval - kam im fünften Rennen der ersten Saison in Miami zur Formel E und mit seiner Hilfe konnte Dragon Racing in der allerersten Saison der Formel E den zweiten Platz erreichen. Auch in der dritten Saison behält er seinen Platz im Team, das jetzt Faraday Future Dragon Racing heißt. Duval begann seine Karriere im Jahr 2002 im Kart und gewann den französischen Formula Campus Titel. Im Folgejahr trat er in der französischen Formel Renault an bevor er dann zur Formel-3-Euroserie kam. Er konnte zwei Podiumsplätze erreichen und bekam bei einem Test für das Formel-1-Team von Renault einen ersten Geschmack von einem Formel-1-Rennwagen. Im Jahr 2005 beendete Duval sein sechstes Jahr in der F3-Euroserie und sicherte sich die Pole beim berühmten Macau Grand Prix. Duval hat auch an Langstreckenrennen teilgenommen, sowohl an den 24 Stunden von Le Mans als auch der Langstreckenweltmeisterschaft. Sein wichtigster Sieg war bei den 24 Stunden von Le Mans 2013. Nachdem Audi die WEC verlassen hatte, kam Duval im Jahr 2017 in den DTM-Kader.

TEAM PANASONIC JAGUAR RACING

Das Team Panasonic Jaguar Racing kam in der dritten Saison neu zur Formel E. Jaguar gehört zu den Herstellern mit der größten Erfahrung im Motorsport und ist jetzt in die Formel E eingestiegen, um seine künftige Palette an Elektroautos zu präsentieren. Der Rennstall hat sich die Dienste zweier Fahrer gesichert, die ebenfalls neu in der Formel E sind: der frühere A1GP-Sieger Adam Carroll und der ehemalige GP3-Meister Mitch Evans. Die technische Unterstützung beim Betrieb der Autos kommt von Williams.

Fahrer:

Adam Carroll - Auftrag ausgeführt! So lautete das Fazit für Carroll als er sein Auto bei seinem Debut und gleichzeitig dem von Jaguar in Hongkong an einem Stück zurück in die Box brachte. Auch in Marrakesch konnte er das Rennen zu Ende fahren. Das nächste Ziel ist jetzt mindestens Platz zehn und somit die ersten Punkte für das Team zu erreichen. Der mehrfache GP2-Gewinner und Formel-1-Testfahrer für BAR und Honda hatte seinen größten Erfolg mit dem Titelgewinn der A1GP für das Team Irland. Er ist in der IndyCar-Serie und Sportscars gefahren und nimmt gegenwärtig in einem Porsche an der FIA-Langstreckenweltmeisterschaft WEC teil.

Mitch Evans - Sein Debut in der Formel E fand durch einen technischen Defekt ein vorzeitiges Ende, aber das nächste Rennen in Marrakesch konnte er zu Ende fahren. Der Schützling von Mark Webber war der GP3-Sieger im Jahr 2012 und konnte, seit er 2013 zur GP2, der Aufsteigerklasse der Formel 1, stieß, auch dort regelmäßig gewinnen.

TEAM MAHINDRA RACING

Mahindra Racing ist seit dem allerersten Rennen Teil der Formal E, aber jetzt in der dritten Saison ist es in Bestform und konnte sich bisher immer wieder Podiumsplätze sichern. Nick Heidfeld bleibt für eine weitere Saison bei diesem Rennstall und zur Verstärkung des ehemaligen Formel-1-Fahrers, der dort 183 Rennen bestritt, kam Felix Rosenqvist, der vielversprechende Nachwuchsfahrer und Meister der F3-Euroserie des Jahres 2015. Die Formel E ist Mahindras erster Vorstoß in die internationalen Einsitzer-Rennen, aber die Marke ist seit 2011 bei den Motorradrennen in der Moto3-Weltmeisterschaft in der 125ccm-Klasse vertreten. Durch ihren Reva-Bereich ist Mahindra auch ein Hersteller von Elektrofahrzeugen und möchte die Formel E zur Präsentation ihrer Technologie in diesem Bereich nutzen

Fahrer:

Nick Heidfeld - schrammte beim allerersten Rennen in Peking nur knapp an einem Sieg vorbei, aber leider sollte er einem Sieg in der Formel E nicht näher kommen obwohl er sowohl für Venturi als auch bei Mahindra Platzierungen unter den ersten drei erreichen konnte. Heidfeld begann im Alter von acht Jahren mit dem Kartfahren bevor er im Einsitzer startete und die deutsche Formel-Ford-1600-Serie dominierte. In seiner ersten Saison gewann er acht von neun möglichen Rennen. Im Folgejahr holte er sich den Titel in der deutschen International-Formel-Ford-1800-Meisterschaft. Nach seinem Erfolg in den Juniorenkategorien fuhr er in der Formel 3 und den internationalen F3000-Serien in Deutschland. In beiden Meisterschaften konnte er den Titel holen bevor er für Prost GP sein Debut in der Formel 1 gab. In seiner zweiten Saison wechselte er zu Sauber und wurde der Teamkollege von Kimi Räikkönen. Er fuhr für Williams F1, das dann in BMW Sauber umfirmierte und landete regelmäßig auf dem Podium. Insgesamt konnte er 259 Punkte erzielen. Den letzten seiner 13 Podiumsplätze erreichte der Deutsche im Jahr 2011 für Lotus-Renault bevor er seinen Fokus auf die amerikanische Le-Mans-Serie legte.

Felix Rosenqvist - Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen beim Macau Grand Prix - angeblich das härteste Straßenrennen der Welt - hat der Mahindra-Fahrer Felix Rosenqvist seine Eignung zum Straßenrennfahrer eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Schwede war 2015 der Sieger der Formel 3 Euroserie und zeigte sein Können durch Erreichen der Pole Position und einem Podiumsplatz bereits in seinem zweiten Rennen in der Formel E. Während der abwechslungsreichen Saison 2016 fuhr er Indy Lights in den USA, hatte einige kleinere Auftritte für Mercedes in der DTM und trat dann nochmals in Macau an, um als erster den Hattrick zu schaffen. Dies gelang ihm allerdings nicht.

TEAM NEXTEV NIO

NextEV NIO ist aus dem Team China Racing hervorgegangen, das mit Nelson Piquet Jr. in der allerersten Saison den Meistertitel holte. Piquet bleibt auch für eine dritte Saison bei diesem Rennstall; sein Kollege ist Oliver Turvey, der seine zweite Saison bestreitet. Mit der Lockerung der Regelungen für die Antriebseinheiten in der zweiten Saison entschied sich NextEV für eine Zweimotorenlösung und blieb auch in der dritten Saison als einziges der zehn Teams bei dieser Entscheidung. NIO ist die Straßenfahrzeugmarke der NextEV. Erst kürzlich enthüllte sie den EP9, einen Supersportler mit Elektroantrieb, das einen neuen Rundenrekord für Elektrofahrzeuge auf dem Nürburgring fuhr.

Fahrer:

Nelson Piquet Jr. - geht für immer als Champion der allerersten FIA-Formel-E-Meisterschaft in die Geschichte des Rennsports ein. Der Brasilianer sicherte sich den Fahrertitel im letzten Rennen in London mit nur einem Punkt Vorsprung vor Sebastien Buemi. Seine Titelverteidigung wurde durch ein schwieriges Auto mit zu hohem Gewicht vereitelt, aber das Team NextEV NIO hat vor Beginn der dritten Saison große Fortschritte gemacht und er hofft, wieder ganz nach vorne zu fahren. Piquet bekam einen ersten Geschmack der Formel E bei den letzten Vor-Saison-Tests in Donington Park und schnell konnte er sich mit regelmäßige Podiumsgewinnen und zwei Siegen, in Long Beach und Moskau, als Titelaspirant etablieren. Schon in jungen Jahren begann er in seiner Heimat Brasilien mit dem Kartfahren und konnte drei nationale Meisterschaften gewinnen bevor er in die Einsitzer der Formel 3 aufstieg. 2004 machte er sein Testdebut in der Formel 1 für Williams bevor er in der allerersten GP2-Saison fuhr und für das Team Brasilien an der A1GP teilnahm. Piquet wurde offizieller Testfahrer des Formel-1-Teams Renault und bekam schließlich in den Jahren 2008 und 2009 einen Platz in einem Rennwagen, wo er einen Podiumsplatz beim deutschen Grand Prix 2008 gewann.

Sebastien Buemi - Nachdem er sich eine ganze Saison lang mit Lucas di Grassi duelliert hatte, sicherte er sich um Haaresbreite den Titel der zweiten Saison. Damit konnte er die Enttäuschung der ersten Saison wieder wettmachen, als er dem Titel schmerzhaft nahe kam, aber den einen Platz, den er brauchte, um Nelson Piquet Jr. zu überholen, nicht gutmachen konnte. Nach einer erfolgreichen Kart-Karriere kam Buemi in die deutsche Formel BMW, die er gleich in seiner ersten Saison als dritter beendete, direkt hinter einem anderen künftigen Formel-1-Fahrer, Sebastian Vettel. Mit jedem seiner gewonnenen Punkte stiegen auch seine Chancen auf den Aufstieg in den Klassen ohne Radabdeckung. Seinen ersten Vorgeschmack auf die Formel 1 erhielt Buemi im jungen Alter von erst 15 Jahren, als er die Chance erhielt, einen Formel-1-Wagen von Arrows zu fahren. Im Jahr 2006 fuhr er zum ersten Mal in der F3-Euroserie und wurde Gesamtzwölfter. Danach folgte im Jahr 2007 sein Debut in der GP2 wo er sich von Beginn an in beeindruckender Form zeigte. 2009 zog er die Blicke von Toro Rosso auf sich. Der Rennstall nahm ihn im Laufe des Jahres unter Vertrag und so wurde Buemi der erste schweizerische Fahrer in der Formel 1 seit 1995. Er blieb bis 2011 bei Toro Rosso als Teamkollege von Jean-Eric Vergne, aber er bleibt nach wie vor dem Rennstall verbunden, für den er 2007 als Reservefahrer seine ersten Tests für Red Bull Racing fuhr. Neben seinen Aufgaben in der Formel E fährt Buemi auch in der FIA-Langstreckenweltmeisterschaft bei Toyota, den Rennstall, mit dem er die Weltmeisterschaft 2014 gewinnen konnte

TEAM TECHEETAH

Techeetah ist ein neues, für die dritte Saison der FIA-Formel-E-Meisterschaft begründetes Team, das den Platz des Teams Aguri übernommen hat. Das chinesische Team hat für seinen Eintritt in die Welt des Motorsports die schnellen und erfahrenen Fahrer Jean-Eric Vergne und Esteban Gutierrez verpflichtet. Es tritt mit einer Antriebseinheit von Renault e.dams, dem Titelverteidiger, an und konnte in Marokko seine ersten Punkte in der Formel E sichern.

Fahrer:

Jean-Eric Vergne - ist der einzige Fahrer, der für drei verschiedene Formel-E-Teams gefahren ist. Bei seinem Eintritt in die Formel E in der ersten Saison hatte er ein aufsehenerregendes Debut bei Andretti. Er erreichte die Pole Position und fuhr um die Meisterschaft mit, bis ihm Probleme mit der Radaufhängung einen Strich durch die Rechnung machten. Der Wechsel zu DS Virgin Racing in der zweiten Saison konnte die Anzahl seiner Pole Positions vergrößern, aber ein Sieg blieb ihm weiterhin verwehrt. In dieser Saison wechselte er ins neue Team Techeetah und hat bereits seine hohe Rundengeschwindigkeit demonstriert. Wir hoffen, dass der Sieg bereits an der nächsten Ecke wartet. Während seiner Juniorenzeit wurde er von Red Bull unterstützt und gewann mit dieser Unterstützung im Jahr 2010 die britische F3-Meisterschaft. In dem Winter machte er sein Testdebut in der Formel 1 für Toro Rosso. Ein Jahr später beendete er die Formel Renault 3.5 als Zweiter und bekam so die Chance zu Testfahrten im Auto von Red Bull und eine Beförderung ins Rennteam von Toro Rosso. Während der folgenden drei Saisons fuhr er 58 Grand Prix, erzielte 51 Punkte und seine beste Wertung war ein sechster Platz. Neben seinen Aufgaben als Rennfahrer in der Formel E arbeitet er auch als Testfahrer für Ferraris Formel-1-Team.

TEAM VENTURI FORMULA E

Venturi ist nicht nur Teilnehmer der Formel-E-Meisterschaft sondern hält auch den Geschwindigkeitsweltrekord für Elektrofahrzeuge. Das Team hat seinen Sitz in Monaco und seine Renngeschichte geht zurück bis hin zu einem kurzen Gastspiel in der Formel 1 im Jahr 1992. Stephane Sarrazin ist seit Beginn der Meisterschaft Teil des Teams und hat den größten Teil der Punkte für das Team und die einzige Pole Position geholt. Außerdem geht einer der beiden Podiumsplätze auf sein Konto. In der dritten Saison ist Maro Engel sein Teamkollege, der gleich bei seinem Debut in die Punkte fuhr.

Fahrer:

Maro Engel - setzte in der Formel E sofort ein Ausrufezeichen, als er bei seinem Debut für Venturi gleich einen Punkt holte. Seine umfangreiche Karriere begann in der üblichen Weise bei den Einsitzer-Kategorien im Juniorenbereich wie Formel BMW und Formel 3. Dann allerdings zog es ihn in die DTM, zu den V8 Supercars in Australien und zurück nach Europa zur Blancpain GT. Er ist im GT-Programm von Mercedes und konnte 2016 das prestigeträchtige Nürburgring 24 für die deutsche Marke gewinnen. Für die Saison 2016/17 kehrt Engel in den Formelsport zurück und tritt für das Venturi Formula E Team an. Darüber hinaus erhielt Engel für die DTM Saison 2017 nach fünfjähriger Pause wieder ein Mercedes-Cockpit im Team HWA.

Stephane Sarrazin - ist von Beginn an der Hauptfahrer von Venturi in der Formel E und erreichte mit dem zweiten Platz im Rennen von Long Beach in der zweiten Saison die bisher beste Platzierung des Rennstalls. Auch die einzige Pole Position des Teams im Finale der ersten Saison in Battersea geht auf sein Konto. Sarrazin übernahm das Kartfahren von seinem Vater, der eine Leidenschaft für den Motorsport hatte und Hobbyrallyefahrer war. In seinen jungen Jahren erkämpfte er zwei Titel im Kart. Er kam dann zu den Einsitzern und wurde 1994 der französische Sieger in der Formel Renault. Danach holte er sich den nationalen Titel in der Formel 3 und kam dann zum Apomatox-Team in die Formel 3000. 1999 machte er seinen Kindheitstraum wahr und fuhr sein erstes Rennen in der Formel 1 beim Brasilien-Grand-Prix. Er ersetzte den verletzten Luca Badoer bei Minardi, musste das Rennen aber nach der Hälfte abbrechen. Obwohl er Testfahrer bei Prost GP und Toyota in der Formel 1 war, bekam er keinen Platz in einem Rennauto. Stattdessen konzentrierte er sich 2004 aufs Rallyefahren. Er fuhr für Subaru in der WRC und landete bei jedem Rennen in seinem ersten Jahr unter den Top 10. Er konzentrierte sich auf Langstreckenrennen und fuhr dann in der LMP1-Klasse die 24 Stunden von Le Mans im prestigeträchtigen Peugeot.