Afghanistan : Ausschreitungen nach Tod von Zivilisten

Nach dem Tod von Dutzenden Zivilisten bei US-Luftangriffen ist es in der südwestafghanischen Provinz Farah zu Krawallen gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Kabul Hunderte Menschen versammelten sich zunächst in der zentralen Moschee der Provinzhauptstadt Farah-Stadt, wie ein Augenzeuge berichtete. Mit Sprechchören gegen die US-Truppen und die Regierung von Ministerpräsident Hamid Karsai hätten sie ihrem Unmut Luft gemacht.

Die aufgebrachten Demonstranten seien anschließend zum Büro des Gouverneurs gezogen. Dort hätten sie die Sicherheitskräfte mit Steinen beworfen, die daraufhin das Feuer eröffneten. Mehrere Menschen seien verletzt worden, hieß es.

Am Montag hatten die US-Streitkräfte Luftangriffe gegen mutmaßliche Stellungen der Taliban geflogen. Dabei waren afghanischen Parlamentsabgeordneten zufolge mehr als 100 Zivilisten ums Leben gekommen. Laut dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz waren Frauen und Kinder darunter. US-Außenministerin Hillary Clinton versprach eine Untersuchung der Vorfälle. (rf/dpa)