Afghanistan : Bundeswehr gerät stundenlang unter Beschuss

Deutsche Soldaten sind zum zweiten Mal innerhalb einer Woche in der Nähe von Kundus in ein Feuergefecht mit Aufständischen verwickelt worden.

BerlinMit drei Panzern vom Typ Dingo und Fuchs verfolgten Soldaten am Donnerstag Angreifer zwölf Kilometer westlich von Kundus. Nachdem afghanische Sicherheitskräfte zu Hilfe kamen, wurden die Aufständischen eingegrenzt. In der Nacht zu Freitag sperrten sie das Gebiet ab. Keiner der 29 Soldaten wurde verletzt, aber die Sicherheitskräfte töteten und verletzten jeweils vier Aufständische.

In der vergangenen Woche war ein 21 Jahre alter Soldat in der Nähe der Stadt Kundus in einen Hinterhalt geraten und in einem Feuergefecht getötet worden. Bei der Trauerfeier ließ Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) am Donnerstag keinen Zweifel am Einsatz der Bundeswehr. Auch in der Nacht zum Mittwoch wurde ein Bundeswehr-Konvoi im Norden Afghanistans in der Nähe von Kundus angegriffen. Dabei wurde kein deutscher Soldat verletzt.

In Afghanistan kamen seit Beginn des Bundeswehr-Einsatzes 2002 insgesamt 32 deutsche Soldaten ums Leben, 13 davon bei Anschlägen. (sp/dpa)