Afghanistan : Dänemark kritisiert Südkoreas Geisel-Strategie

Der dänische Außenminister Per Stig Møller hat Südkorea Fehler im Umgang mit den Geiselnehmern vorgeworfen. Die Gefahr für Zivilisten sei dadurch gestiegen.

KopenhagenMøller sagte in einem Interview der Zeitung "Politiken": "Ich fürchte, dass als Konsequenz hieraus Zivilisten in gefährlichen Gebieten künftig einem größeren Entführungsrisiko mit Blick auf Terroristen ausgesetzt sind." Weiter meinte er: "In der Folge könnten Terroristen die Außenpolitik eines anderen Staates diktieren. Das darf nicht sein." Südkoreas Regierung hatte als Gegenleistung den - zuvor bereits beschlossenen - Abzug seiner 200 Soldaten aus Afghanistan bekräftigt, und will dafür sorgen, dass keine christlichen Missionare mehr in das Land geschickt werden. (mit dpa)