Afghanistan : Deutsche Beteiligung an EU-Polizeimission

Das Bundeskabinett gab heute grünes Licht für die Teilnahme deutscher Polizisten an einer EU-Mission in Afghanistan.

BerlinDeutschland entsendet weitere Polizeibeamte nach Afghanistan. Das Bundeskabinett gab am Mittwoch grünes Licht für die deutsche Beteiligung an der am 30. Mai von der Europäischen Union beschlossenen Polizeimission Eupol. Deutschland wird von Mitte Juni an bis zu 60 Polizeibeamte aus Bund und Ländern sowie eventuell noch weitere Experten nach Afghanistan entsenden. Kommandeur wird
Friedrich Eichele, bisher Vizepräsident des Bundespolizeipräsidiums Mitte in Fuldatal und vormals Chef der Eliteeinheit GSG 9.

Deutschland ist seit fünf Jahren Führungsnation beim Polizeiaufbau in Afghanistan. Jetzt sind dort 49 Polizeiausbilder. Die EU-Polizeimission soll mindestens drei Jahre dauern. Insgesamt gehen 195 Polizeibeamte nach Afghanistan. Daran beteiligt ist die Mehrheit der EU-Staaten, mit dabei sind ferner Kanada und Norwegen. Ziel ist es, der afghanischen Regierung beim Aufbau einer Polizei zu helfen, die das Vertrauen der Bevölkerung hat. Die entsandten Polizisten haben keine exekutiven Befugnisse. Sie sind aber zur Selbstverteidigung bewaffnet. (mit dpa)