Afghanistan : Mehr als 80 Taliban bei Kämpfen getötet

In Afghanistan sind bei schweren Kämpfen mit Taliban-Rebellen offenbar mehr als 80 Aufständische getötet worden. Gefechte gab es auch in der Provinz Ghasni, wo vor drei Wochen eine Gruppe Südkoreaner entführt worden war.

Ghasni
Schwer bewacht: Inzwischen wird die Region Ghasni an vielen Stellen von afghanischen Polizeiposten kontrolliert. -Foto: AFP

KabulBei schweren Gefechten in Afghanistan sind nach offiziellen und Militärangaben mehr als 80 Taliban-Kämpfer getötet worden. Auch im Bezirk Kara Bagh in der südostafghanischen Provinz Ghasni, wo die radikal-islamischen Taliban vor knapp drei Wochen eine Gruppe Südkoreaner entführten, kam es erneut zu Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Rebellen. Über das Schicksal der 21 Südkoreaner und der deutschen Geisel in Afghanistan herrscht weiter Ungewissheit.

Der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Semarai Baschari, sagte, bei Gefechten in der südafghanischen Provinz Sabul seien rund 50 Extremisten getötet worden. 14 Leichen von Taliban-Kämpfern seien von den Aufständischen auf dem Schlachtfeld zurückgelassen worden. Ghasnis Polizeichef Alishah Ahmadzai sagte, in Qara Bagh seien sieben Aufständische getötet und fünf verwundet worden. Die US-geführten Koalitionstruppen teilten mit, bei Kämpfen in der südafghanischen Provinz Helmand sind nach Militärangaben "mehr als zwei Dutzend" Rebellen getötet worden.

Die Geiselnahmen und Gefechte überschatten ein dreitägiges Treffen von rund 700 Stammesführern und Politikern aus Afghanistan und Pakistan, das am Donnerstag in Kabul beginnen soll. Ziel der sogenannten Friedens-Dschirga zwischen den Nachbarstaaten ist, die Gewalt radikal-islamischer Rebellen in Afghanistan und im pakistanischen Grenzgebiet einzudämmen. (mit dpa)