Afghanistan/Pakistan : Tote bei Luftangriff - Soldaten in Pakistan vermisst

Bei einem US-Luftangriff gegen muslimische Extremisten sind im Osten Afghanistans mindestens 16 Menschen getötet und sechs weitere verletzt worden. Im Nordwesten Pakistans werden nach zweitägigen Kämpfen gegen Extremisten 50 Soldaten vermisst.

KabulDer Luftschlag am Sonntagabend habe sich gegen Kämpfer eines in Afghanistan operierenden usbekischen Kriegsherrn gerichtet, der dem Terrornetzwerk Al Quaida nahestehe, sagte der Sprecher des Gouverneurs der Provinz Paktika. Die Sicherheitskräfte seien damit geplanten Angriffen der Extremisten im Grenzgebiet zu Pakistan zuvorgekommen.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine gemeinsame Patrouille der afghanischen Polizei und der Internationalen Schutztruppe Isaf im Süden des Landes wurden drei Zivilisten verletzt, darunter zwei Kinder. Der Attentäter habe seinen Sprengsatz gezündet, als er den Konvoi der Sicherheitskräfte mit seinem Motorrad überholte, teilte die Isaf mit. An den Fahrzeugen sei geringer Sachschaden entstanden.

In der ostafghanischen Provinz Khost erschossen Isaf-Soldaten versehentlich ein Kind und verletzten zwei weitere. Die Kinder hätten sich in der Nähe einer Schießbahn aufgehalten, sagte ein Isaf- Sprecher. Die Umstände des Zwischenfalls würden untersucht.

Kontakt zu Truppen im Nordwesten Pakistans abgebrochen

Nach zweitägigen Kämpfen zwischen Extremisten, die den radikalen Taliban nahestehen, und Sicherheitskräften im Nordwesten Pakistans werden 50 Soldaten vermisst. Armeesprecher Waheed Arshad teilte mit, die Armee habe den Kontakt zu mehreren Posten im halbautonomen Stammesgebiet Nord-Waziristan verloren. Bei den schweren Gefechten am Wochenende waren nach Militärangaben mindestens 60 Aufständische und 20 Soldaten getötet worden. Nach einem Bericht des Fernsehsenders Geo TV kamen dabei auch acht Zivilisten ums Leben. Der private Sender Aaj sprach von 50 zivilen Opfern. Die Armee machte dazu keine Angaben. (mit dpa)