Afghanistan : US-Armee tötet mehr als 20 Taliban

In mehreren Gegenden Afghanistans haben US-Streitkräfte nach eigenen Angaben zahlreiche Islamisten getötet. An der Grenze zu Pakistan fanden sechs weitere Menschen den Tod - die Taliban warfen ihnen Spionage für die USA vor.

Kabul/IslamabadBei Gefechten im Osten und Süden Afghanistans sind nach Angaben der US-Armee 22 radikalislamische Aufständische getötet worden, darunter zwei Taliban-Kommandeure. Die amerikanischen Streitkräfte teilten am Dienstag in Kabul mit, elf Rebellen seien gefangen genommen worden. Zu Operationen gegen Kämpfer der Taliban und des mit den Taliban kooperierenden Hakkani-Netzwerks sei es in den Provinzen Kapisa, Kandahar, Chost und Sabul gekommen.

Unterdessen haben die radikalislamischen Taliban in Pakistan sechs Männer hingerichtet, denen sie Spionage für die USA vorgeworfen hatten. Fünf Menschen seien erschossen und ein sechster am Dienstag erhängt worden, sagte ein Vertreter der Lokalverwaltung in der Provinz Nord-Waziristan im Grenzgebiet zu Afghanistan. Demnach waren an den Leichen Schilder angebracht, auf denen die Toten als "Spione der USA" bezeichnet wurden. Die Leichen seien in den Ortschaften Miranshah sowie Mir Ali gefunden worden.

Im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet werden immer wieder Menschen von radikalen Aufständischen wegen angeblicher Zusammenarbeit mit den USA hingerichtet. Häufig werden die Enthauptungen der Opfer gefilmt und zur Abschreckung der Bevölkerung auf Video verbreitet. Die US-Armee beschoß in der Vergangenheit von Afghanistan wiederholt Ziele auf der pakistanischen Seite der Grenze. (sf/dpa/AFP)