Afrika : Tausend Tote bei Kämpfen im Nigerdelta befürchtet

Laut Berichten des britischen Rundfunksenders BBC soll das nigerianische Militär im Kampf gegen Rebellen im Nigerdelta etwa 1000 Menschen getötet haben.

Nairobi/AbujaGanze Dorfgemeinschaften seien bombardiert worden sagte Victor Burubo, Sprecher der Ijaw, der größten im ölreichen Nigerdelta lebenden Volksgruppe, der BBC. Burubo sprach sich für eine Intervention der Vereinten Nationen aus. Ein Armeesprecher bestritt die Vorwürfe.

Die Armee hat in der vergangenen Woche einen Großeinsatz gegen Rebellen im Nigerdelta begonnen, um Geiseln aus deren Hand zu befreien. Dabei wurden nach Militärangaben 17 Geiseln gerettet, meist Angestellte und Arbeiter von Einrichtungen zur Ölförderung. Ein Sprecher der Befreiungsbewegung für das Nigerdelta (MEND) sagte, bei den Kämpfen seien zwei Geiseln getötet worden. Er warf der Armee vor, willkürlich Dörfer bombardiert und viele Zivilisten getötet zu haben.

Die MEND-Rebellen kämpfen für eine Beteiligung der Bevölkerung des Deltas an den Einnahmen aus der Ölförderung. Angriffe auf Pipelines, Bohranlagen und Versorgungseinrichtungen haben zu einer Drosselung der nigerianischen Ölförderung um etwa 20 Prozent geführt. (cl/dpa)