Agrarwirtschaft : Ausgleich für Bewirtschaftung in Natura-Gebieten

Die Brandenburger Landwirte haben im Wirtschaftsjahr 2005/2006 rund drei Millionen Euro als Ausgleich für Einschränkungen bei der Bewirtschaftung von Natura-2000-Gebieten erhalten.

Potsdam - Das Geld komme von der EU, teilte ein Sprecher des Agrarministeriums mit. Inzwischen hätten mehr als 500 Landwirtschaftsbetriebe eine Förderung für Natura 2000 erhalten.

Bereits seit dem Jahr 2000 garantiert das Land den Landwirten Ausgleichszahlungen, wenn sie Bewirtschaftungsauflagen in Schutzgebieten einhalten. Die Bauern müssen dazu Anträge bei den Ämtern für Landwirtschaft stellen. Berücksichtigt werden zusätzliche Kosten und Einkommensverluste.

Natura 2000 schützt Vögel und andere Arten

Gefördert wird, wenn die Bauern auf Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichten oder Grünland eingeschränkt nutzen. Solche Begrenzungen für die Bewirtschaftung gelten unter anderem für Feuchtgrünland, Frischwiesen sowie Brut-, Rast- und Nahrungsräume für seltene Vögel wie Seggenrohrsänger, Großtrappe oder Wachtelkönig.

Natura 2000 setzt sich aus Vogelschutzgebieten sowie Schutzgebieten für einzelne Arten und Lebensräume, so genannte Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH), zusammen. Dabei gibt es teilweise Überschneidungen. Die 620 FFH-Gebiete in Brandenburg entsprechen mit insgesamt rund 330.000 Hektar einem Anteil von 11,3 Prozent der Landesfläche. Die 27 Vogelschutzgebiete in Brandenburg machen mit rund 650.000 Hektar 22 Prozent der Landesfläche aus. (tso/ddp)

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