Amerikanische Irak-Offensive : "Grüne Zone" in Bagdad unter Beschuss

Mit der amerikanischen Offensive im Irak reagieren die Kämpfer des Terrornetzwerks Al Quaida mit neuen Anschlägen. Mindesten 15 Menschen starben bei einem Selbstmordanschlag im Nordirak.

Kirkuk/BagdadBei einem Selbstmordanschlag im Norden des Irak sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 66 Menschen hätten Verletzungen erlitten, als in der Nähe der Stadt Kirkuk ein Tanklaster in die Luft gesprengt wurde, teilte die Polizei mit.  Zu den Todesopfern gehörte auch ein Gemeinderat des Anschlagsortes Suleiman Beg. Der Polizeichef war unter den Verletzten. Zunächst war von zwölf Toten und 70 Verletzten die Rede gewesen. Der Anschlag richtete sich laut Polizei gegen einen Verwaltungskomplex, in dem neben dem Stadtrat auch eine größere Polizeiwache ihren Sitz hat.

In der nordirakischen Provinz Dijala und Umgebung starben bei der Großoffensive von irakischen und US-Soldaten in den vergangenen zwei Tagen mindestens 41 mutmaßliche Kämpfer der Terrororganisation Al Quaida, wie die US-Armee mitteilte. Mehrere Stützpunkte der Aufständischen wurden zerstört. Der Kommandeur der multinationalen Truppen im Irak, US-General David Petraeus, sagte der britischen Zeitung "The Times", er erwarte einen Gegenangriff der Al Quaida. Bei der Offensive "Arrowhead Ripper" ("Starke Speerspitze") sind rund 10.000 irakische und US-Soldaten im Einsatz.

In der streng bewachten "Grüne Zone" in der irakischen Hauptstadt Bagdad schlugen mehrere Mörsergranaten ein. Ob dabei Menschen starben oder verletzt wurden war nicht bekannt. In der Hochsicherheitszone befinden sich die Botschaften der USA und Großbritanniens sowie das irakische Parlament und mehrere Ministerien. Bei einem Bombenanschlag im Südwesten Bagdads wurden zwei US-Soldaten getötet. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden, als ein Sprengsatz in der Nähe ihres Fahrzeugs explodierte, teilte die Armee mit. (mit AFP)