Der Tagesspiegel : Amüsement hat hier Tradition

Der „tolle Kaphengst“ war der berühmteste Eigentümer Mesebergs

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Der Bau des Schlosses Meseberg wurde 1737 durch Hermann von Wartensleben in Auftrag gegeben. Es entstand an Stelle eines bei einem Brand zerstörten Herrenhauses. Das Schloss und der Barockgarten galten zu dieser Zeit als Konkurrenz zu Rheinsberg. Bekanntester Eigentümer war Christian Ludwig von Kaphengst, Adjutant und Günstling von Prinz Heinrich, dem Bruder von Friedrich II. Wegen seiner auf Amüsement ausgelegten Lebensführung nannte man ihn den „tollen Kaphengst“. Auf Befehl des Königs musste er 1744 Rheinsberg verlassen, erhielt aber das Geld für den Kauf von Meseberg. Fontane sprach von einem „Zauberschloss“ und schrieb in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“: „Unbedingte Stille herrscht, die Bäume stehen windgeschützt und rauschen leiser als anderswo…“ Nach 1945 diente das Schloss als Flüchtlingsheim, Kindergarten, Gemeindeverwaltung und „Konsum“. 1995 erwarb die vom Flugzeugingenieur Messerschmitt geschaffene Stiftung aus Bayern das Anwesen. Sie investierte bislang 16 Millionen Euro in die Restaurierung. Ste.

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