Der Tagesspiegel : Anklagebank leer, mutmaßlicher Mörder im Koma

Rathenow/Potsdam - Eigentlich sollte am gestrigen Dienstag der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der 18-jährigen Ulrike aus Rathenow beginnen. Doch Richter und Anwälte warteten vergeblich auf den Angeklagten. Dann erhielt der Vorsitzende Richter die Nachricht, dass der 26-jährige Michael B. am Morgen in seiner Zelle im Gefängnis von Brandenburg/Havel einen „Krampfanfall“ erlitten habe. Auf dem Weg in die Notaufnahme der Landesklinik sei er später bewusstlos geworden. Sein Anwalt Volkmar Schöneburg wusste gestern nur, dass sein Mandant außer Lebensgefahr sei und im künstlichen Koma gehalten werde. Was den Anfall auslöste – ob es sich um eine Krankheit oder möglicherweise einen Suizidversuch handelte – ist nicht bekannt. Michael B. hatte seine Ex-Freundin im Februar dieses Jahres mit 59 Messerstichen getötet und einen Abschiedsbrief hinterlassen. Den darin angedrohten Suizid beging er nicht, die Polizei nahm ihn am 1. März fest. das

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