Arbeitsrecht : Keine Dumpinglöhne mehr bei McDonald's

Die Fastfoodkette McDonald's will in China keine Dumpinglöhne mehr zahlen. Nach massiven Vorwürfen gegen den Konzern wurden die Gehälter um durchschnittlich 30 Prozent erhöht.

SchanghaiNach dem Vorwurf der Zahlung von Dumpinglöhnen stockt der US-Fastfood-Konzern McDonald's die Löhne für seine Teilzeitarbeitnehmer in China kräftig auf. Für 95 Prozent der über 50.000 Mitarbeiter würden die Löhne zum 1. September um zwölf bis 56 Prozent erhöht, zitierte die Zeitung "Beijing Youth Daily" den China-Chef des Konzerns, Jeffrey Schwartz. Im Durchschnitt sollen die Löhne laut Zeitung um 30 Prozent steigen. McDonald's betreibt in China laut Schwartz derzeit 815 Schnellrestaurants und baut das Netz jährlich um weitere 100 Filialen aus.

Die staatliche Presse hatte im April unter Berufung auf Untersuchungen in der südlichen Provinz Guangdong berichtet, McDonald's und andere US-Fastfood-Ketten würden Dumpinglöhne zahlen. Örtliche Reporter hatten zuvor berichtet, dass McDonald's, Kentucky Fried Chicken (KFC) und Pizza Hut bis zu 40 Prozent weniger Geld zahlten als den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von umgerechnet etwa 0,75 Euro pro Stunde. (mit AFP)