ARD-Deutschlandtrend : Umfragen: Linksruck macht sich für SPD bezahlt

Die Sozialdemokraten können sich nach ihrem Parteitag über einen Aufschwung in den Umfragen freuen. Verloren haben dagegen Grüne und die Linkspartei. Verluste gab es auch für Kanzlerin Merkel, die allerdings noch immer die weitaus beliebteste Politikerin ist.

Beck
Steht wieder besser da: Kurt Beck. -Foto: AFP

HamburgDie SPD hat nach ihrem Hamburger Parteitag in der Wählergunst deutlich zugelegt. Im neuen ARD-Deutschlandtrend erreichen die Sozialdemokraten in der Sonntagsfrage erstmals seit fünf Monaten wieder 30 Prozent der Stimmen. Im Vergleich zum Vormonat legt die SPD im Oktober drei Punkte zu. Die Union bleibt bei 40 Prozent, die FDP erreicht unverändert acht Prozent. Die Linkspartei büßt einen Punkt ein und kommt auf zehn Prozent. Die Grünen verlieren zwei Punkte und erreichen mit acht Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit Februar 2006.

Die Zustimmung für SPD-Chef Kurt Beck und Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) stieg im Vergleich zum Vormonat. 44 Prozent der Bundesbürger sind mit der Arbeit von Beck zufrieden (plus drei Punkte). Der SPD-Chef liegt damit auf der Liste der beliebtesten Politiker auf Rang sechs hinter Müntefering, der sich um fünf Punkte auf 53 Prozent verbessern konnte.

Beck bei sozialer Gerechtigkeit vor Merkel

Platz eins bis vier der Beliebtheitsskala belegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit 72 Prozent (minus fünf), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gleichbleibend mit 67 Prozent, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 55 Prozent (minus vier) und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 54 Prozent (minus fünf).

Beim Profilvergleich von Merkel und Beck liegt die Kanzlerin in der Einschätzung der Bundesbürger in den meisten Punkten vor dem SPD-Chef. Beim Thema soziale Gerechtigkeit kann Beck jedoch punkten. So meinen 47 Prozent der Befragten, dass Beck sich hier stärker engagiert. 30 Prozent sehen Merkel vorn.

Für die Sonntagsfrage befragte Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend von Montag bis Mittwoch 1500 Bürger. Basis der anderen Aussagen ist die Befragung von 1000 Wahlberechtigten am Montag und Dienstag. (mit ddp)