Attacke gegen den Trainer : Ewald Lienen: "Es war ein Schock"

Schock für den früheren Bundesliga-Trainer Ewald Lienen: Nach der Niederlage seines Klubs Panionios Athen lauerten Hooligans dem Mannschaftsbus auf. Die Randalierer warfen mit Steinen, Lienen wurde an der Brust getroffen.

Thessaloniki/Griechenland Nach der 1:3-Niederlage seines Klubs Panionios Athen bei PAOK Saloniki stoppten unbekannte Hooligans am späten Sonntagabend in Thessaloniki den Bus des griechischen Fußball-Erstligisten und bewarfen ihn mit Steinen. "Es war ein schwerwiegender Zwischenfall. Die haben auf uns gewartet", sagte Ewald Lienen. "Ich hatte Riesenglück. Ein Stein, ein richtiger Brocken, durchbrach die Windschutzscheibe und traf mich auf der Brust. In diesem Moment sprach ich mit meiner Frau am Telefon. Es war ein Schock für mich", sagte der frühere Bundesliga-Trainer von Hannover 96, Borussia Mönchengladbach, dem 1. FC Köln, Hansa Rostock und dem MSV Duisburg.

Eine Behandlung im Krankenhaus lehnte Lienen ab, nachdem der Klub-Arzt festgestellt hatte, dass er nur eine Prellung und keinen Rippenbruch erlitten hatte. "Ich habe einen großen blauen Fleck. Zudem habe ich mehrere kleine Schnittwunden am Kopf. Es geht mir aber wieder gut", sagte Lienen. Über die Identität der Täter wollte Lienen nicht spekulieren: "Wir wissen nicht, wer es war. Möglicherweise waren es Anhänger von PAOK. Ich kann es aber nicht definitiv sagen", meinte er. Sein Verein habe Anzeige gegen Unbekannt erhoben.

Der Zwischenfall ereignete sich rund einen Kilometer vor der Einfahrt zum Flughafen von Thessaloniki, von wo aus Lienen mit seinem Team wie geplant nach Athen zurückfliegen konnte. Lienen konnte heute das geplante Training seines Teams wie gewohnt leiten. (mit dpa)