Auf den Straßen der Region : Viele Unfälle am Osterwochenende: Fünf Tote

Mehr als 300 Unfälle haben sich bislang am Osterwochenende auf Brandenburgs Straßen ereignet. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. Eine Berlinerin starb bei einem Unfall auf der A20 in Mecklenburg-Vorpommern.

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Zwei 20-jährige Männer sind in der Nacht zu Sonnabend bei einem Verkehrsunfall auf der Spandauer Allee in Hennigsdorf getötet worden. Der Fahrer eines Nissan war mit offenbar stark überhöhtem Tempo von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Er und sein Beifahrer waren sofort tot. Nach Angaben der Polizei hatte der Nissan auf einer Brücke ein anderes Auto überholt. Beim Wiedereinscheren überfuhr er offenbar die Bordsteinkante und geriet ins Schleudern. Erlaubt ist an der Unfallstelle nur Tempo 50; andere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt.

Bei einem weiteren Unfall zwischen Luckenwalde und Berkenbrück starben am Samstagmittag ebenfalls zwei Menschen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei überholte ein 72-jähriger Autofahrer einen Pkw, der abbiegen wollte. Dabei kollidierte er mit einem Fahrzeug, das aus dem Abzweig auf die Landstraße fuhr. Er und seine 71-jährige Beifahrerin starben. Die beiden Insassen des anderen Autos wurden schwer verletzt.

Eine 23 Jahre alte Pkw-Fahrerin aus Berlin kam dann am Sonntag bei einem Unfall in Mecklenburg-Vorpommern ums Leben. Ihr Fahrzeug und der Wagen eines 57 Jahre alten, ebenfalls aus Berlin stammenden Mannes waren den Polizeiangaben zufolge auf der A 20 zwischen Anklam und Altentreptow (Landkreis Demmin) aus bislang ungeklärter Ursache auf der Fahrbahn in Richtung Stettin kollidiert. Die Frau wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Greifswalder Universitätsklinikum geflogen, erlag dort aber ihren schweren Verletzungen.

Eine 19-jährige Autofahrerin verursachte bei Oranienburg in betrunkenem Zustand einen Unfall. Die junge Frau habe mit ihrem Auto am Autobahndreieck Oranienburg eine Ausfahrt verpasst und sei nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, teilte die Polizei am Sonntag mit. In der Folge fuhr die 19-Jährige in die Leitplanke. Sie blieb dabei unverletzt. Ein Test ergab einen Atemalkoholwert von 1,25 Promille. Die Polizei ordnete eine Blutprobe an und entzog der 19-Jährigen den Führerschein.

In Ostbrandenburg wurden nach Angaben des Polizeipräsidiums Frankfurt (Oder) von Karfreitag bis Sonntagmorgen 149 Verkehrsunfälle registriert, bei denen 20 Menschen verletzt wurden. Allein 24 Zusammenstöße waren Wildunfälle, bei vier Unfällen waren die Fahrer alkoholisiert. Es gab keine Toten. Das für Westbrandenburg zuständige Polizeipräsidium Potsdam registrierte am Karfreitag 74 Unfälle mit 21 Verletzten. Am Samstag gab es 84 Unfälle mit vier Toten und 14 Verletzten.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der Potsdamer Polizeipräsident mehr Verkehrskontrollen vor allem auf Brandenburger Alleen angekündigt. Denn in den ersten zehn Wochen des Jahres ist im Bereich des Potsdamer Polizeipräsidiums die Zahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 21 Prozent auf 9418 gestiegen. Nachdem es im Januar und Februar dieses Jahres wegen der anhaltenden Kälte kaum schwere Unfälle gegeben hat, registriert die Polizei seit Mitte März eine deutliche Zunahme. Neun von bis dahin zwölf Toten starben innerhalb einer Woche im März, sechs davon bei Baumunfällen. Ursache war überwiegend Raserei. (mit ddp)

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