Auftragseinbruch : Schaeffler plant massive Stellenkürzungen

Der angeschlagene Maschinenbauer Schaeffler will einem Zeitungsbericht zufolge einen umfassenden Personalabbau vornehmen. Demnach sollen mehrere tausend Arbeitsplätze wegfallen.

HerzogenaurachSchaeffler will sich in der kommenden Woche mit Belegschaftsvertretern treffen, um sie über die Pläne zu informieren. Über die Höhe der vorgesehenen Stellenstreichungen machte der fränkische Konzern keine Angaben.

Das Handelsblatt berichtete unter Berufung auf Branchenkreise von mehreren tausend Arbeitsplätzen, die bei Schaeffler betroffen seien. Der Maschinenbauer beschäftigt weltweit 66.000 Mitarbeiter, davon 28.000 in Deutschland.

Ein Unternehmenssprecher verwies zur Begründung auf die schlechte Marktlage. "Inzwischen gehen wir (...) davon aus, dass die Märkte noch einige Jahre, seien es drei, vier oder mehr brauchen werden, um sich zu erholen." Die ins Auge gefassten Maßnahmen beträfen das operative Geschäft und hätten nichts mit der Übernahme des Automobilzulieferers Continental zu tun.

Schaeffler hat sich mit der Fusion verhoben und ächzt seitdem unter einer milliardenschweren Schuldenlast. In einem Flugblatt der IG Metall an die Belegschaft hieß es, die Personalplanung basiere auf einem Umsatz von über zehn Milliarden Euro. Nun müsse Schaeffler sein Geschäft mit einem Umsatz von unter acht Milliarden Euro 2009 in Einklang bringen. Die Aufträge seien um bis zu 40 Prozent eingebrochen. Die Folge werde ein Personalabbau "in großem Maßstab" sein, wahrscheinlich an allen Standorten. (rf/Reuters)