Auslieferungszentrum : BMW feiert "Reich automobiler Träume"

Der BMW-Konzern lässt sich sein neues Auslieferungszentrum samt Museum rund 500 Millionen Euro kosten. Damit zieht der Autobauer den anderen großen Konkurrenten nach, die bereits ihre Autowelten eröffnet haben.

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Die neue BMW Welt kostete den Autobauer 500 Millionen Euro. -Foto: dpa

München"Diese Investition ist für BMW unbezahlbar", sagte Vertriebsvorstand Stefan Krause bei der Eröffnung der neuen BMW-Welt. Der neue Komplex sei ein "Reich automobiler Träume" und solle helfen, die Kunden noch enger an die Marke zu binden. Der Konzern nannte damit erstmals die Gesamtkosten für den neuen Komplex am Stammsitz München. Darin enthalten sind auch die Ausgaben für den Ausbau des Werksrundgangs sowie für das neue Museum, das noch nicht ganz fertig ist.

Mit dem Erlebnis- und Auslieferungszentrum folgt BMW dem Beispiel von Konkurrenten wie Mercedes und VW, die ihre Autowelten bereits eröffnet haben. Auch Porsche zieht im kommenden Jahr nach.

BMW will mit Multifunktionalität auftrumpfen

Die neue BMW-Welt liegt am Münchner Olympiagelände direkt neben dem Produktionswerk und der denkmalgeschützten Konzernzentrale von 1972, im Volksmund auch Vierzylinder genannt. Gebaut haben die neue BMW-Welt die Wiener Star-Architekten von "Coop Himmelblau". Der Architekt Wolf Prix sagte, im Gegensatz zu den Auslieferungszentren der Konkurrenz - zum Beispiel von Mercedes - sei die BMW-Welt multifunktionaler. Das Angebot in dem Komplex reicht vom Museum über eine Kinderwelt bis zum Theater.

Das neue Zentrum soll jährlich rund 850.000 Besucher anlocken. Bis zu 250 Kunden können hier am Tag ihr neues Auto abholen. Auch, wenn es dabei unter anderem etwas zu essen und eine Werksführung gibt, müssen sie dafür tief in die Tasche greifen: Rund 450 Euro kostet die Selbstabholung nahe des Werks. Der Konzern verweist darauf, dass man sich ja die Überführungskosten spare.

"Wir wollten eine Architektur, die mutig ist"

Beim Festakt zur Eröffnung waren rund 900 Gäste aus aller Welt in die hoch aufragende, lichte Konstruktion aus Stahl und Glas gekommen. "Wir wollten eine Architektur, die mutig ist. Wir wollten eine Architektur, die städtebaulich herausragt", sagte Personalvorstand Ernst Baumann.

Bayerns neuer Ministerpräsident Günther Beckstein sagte: "Diese Großinvestition ist ein starkes Signal und ein klarer Vertrauensbeweis für den Standort Bayern." In dem Komplex entstehen 400 neue Arbeitsplätze. Für die Öffentlichkeit ist die BMW-Welt ab kommenden Samstag (20. Oktober) 360 Tage im Jahr geöffnet. (mit dpa)