Ausstellung : Cadere-Retrospektive eröffnet in Baden-Baden

Die Kunsthalle Baden-Baden präsentiert in den kommenden Monaten einen Überblick über das Schaffen des rumänischen Künstlers André Cadere (1934-1978). Werke aus seinen letzten Lebensjahren rücken Cadere als eine Schlüsselfigur der Minimal- und Konzeptkunst ins Bewusstsein.

Cadere
Cadere's berühmtes Werk 'Barres de bois rond (HC2)' -Foto: dpa

Baden-BadenDie Ausstellung unter dem Titel "Peinture sans Fin" ist von diesem Freitag an bis zum 6. Januar zu sehen. Sie wird im kommenden Februar auch im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris sowie im Bonnefantenmuseum in Maastricht (Belgien) gezeigt.

Der Wahl-Pariser Cadere gehörte zu den Stützen der französischen Kunstszene der 1970er Jahre. "Sein Werk verbindet eine reduzierte skulpturale Formensprache mit einem konzeptionellen Ansatz, der das System des Kunstbetriebs hinterfragt", hieß es in der Mitteilung.

Interventionen im öffentlichen Raum

Bekannter wurde der früh gestorbene Cadere durch sein Werk "Barres de bois rond". Diese Holzsegmente fertigte er von Hand, durchbohrte sie, bemalte sie in unterschiedlichen Farben und steckte sie aneinander. Dabei verfuhr Cadere nach einem selbst entwickelten Ordnungssystem. Für Cadere waren diese Holzstücke mobiles Kunstwerk, das er überall hin mitnehmen und jederzeit an jedem beliebigen Platz einsetzen konnte.

Zu sehen sind außerdem Fotografien und Filme, die die Interventionen Caderes im öffentlichen Raum dokumentieren, sowie Schriften des Künstlers, in denen er Konzept und Verlauf seiner Ausstellungsbeteiligungen, Promenaden und Vorträge genauestens protokollierte.

Internetseite der Kunsthalle Baden-Baden