Ausstellung : Macke als Zeichner und Porträtist

Maler August Macke ist einer der bedeutenden Expressionisten. Nun zeigen in seinem Nachlass neu entdeckte Skizzen ihn auch als besonders talentierten Porträtisten. Ab dem Wochenende werden die Zeichnungen in Essen ausgestellt.

EssenDie 17 Zeichnungen und ein Gemälde sind von Samstag an bis zum 6. Oktober in der Essener Galerie Neher ausgestellt. Alle zwischen 1902 und 1913 entstandenen Werke seien erst vor einigen Monaten im Nachlass einer Schwester des Künstlers aufgetaucht und jetzt erstmals öffentlich zu sehen, sagte Galerist Otmar Neher.

Einen Teil des umfangreichen Konvolutes des Malers (1887-1914) habe bereits das Landesmuseum in Münster erworben, wo das Werk des aus dem sauerländischen Meschede stammenden Künstlers betreut wird. Gerade bei einem so prominenten Künstler sei es "ungewöhnlich, dass so etwas nach hundert Jahren noch plötzlich auftaucht", meinte der Galerist.

Von der Hand des 15-Jährigen, der zu einem der bedeutendsten Maler des deutschen Expressionismus werden sollte, stammen noch ungelenke mythologische Szenen ("Bekränzter Mann mit Leier"), aber auch eine schon genau beobachtete "Felsenformation". Die wenig später entstehenden Köpfe zumeist von Familienmitgliedern wie ein dezent farbiges "Bildnis Auguste Macke im Profil nach links" (1906) lassen ein besonderes Talent Mackes als Porträtist sichtbar werden. (mit dpa)