Auswanderermuseum : "Ballinstadt" zeigt Hamburg als Tor zur Welt

Mit einem Festakt ist in Hamburg die Erlebnisausstellung "Ballinstadt" eröffnet worden. Mit der Schau nimmt sich die Hansestadt erstmals in großem Umfang der Geschichte der Auswanderung an.

Ballinstadt
Fernweh: Reederei-Plakate im Auswanderermuseum Ballinstadt. -Foto: dpa

HamburgMit einem Festakt ist in Hamburg die Erlebnisausstellung "Ballinstadt" eröffnet worden. Mit der Schau nimmt sich die Hansestadt erstmals in großem Umfang der Geschichte der Auswanderung an. Die Exposition beleuchtet die Schicksale von erfolgreichen sowie gescheiterten Menschen, für die Hamburg das "Tor zur Welt" war.

Die "Ballinstadt" steht an dem Ort, an dem Albert Ballin, Generaldirektor der Reederei Hapag, zwischen 1901 und 1907 eine Auswandererstadt errichten ließ. Bis zu 5000 Menschen warteten zu Spitzenzeiten auf dem 55.000 Quadratmeter großen Areal auf ihre Einschiffung.

Sprechende Puppen

"Die Auswandererhallen von Albert Ballin sind nicht nur ein faszinierendes Zeugnis der Hamburger Stadtgeschichte. Sie und die Auswandererwelt Hamburg vermitteln auch einen Eindruck von dem Bild, das sich die Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert von Amerika machten", teilte Bundespräsident Horst Köhler in seinen Glückwünschen zur Eröffnung mit.

Neben originalen Dokumenten, Reisepässen und Koffern bietet die Erlebnisausstellung insbesondere animierte Bilder, Monitore und sprechende Puppen zum Thema Emigration.

Die privatwirtschaftlich organisierte "Ballinstadt" hat den Angaben zufolge zwölf Millionen Euro gekostet, wovon neun von der Stadt und drei Millionen Euro von Sponsoren bezahlt wurden. (mit ddp)