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Praxistest Citroën DS4 : Ein Beau mit kleinen Schwächen

01.02.2012 17:08 Uhrvon

Citroën hat die DS-Reihe um ein zweites Mitglied erweitert. Der DS4 soll nun in der Kompaktklasse für neue Akzente sorgen. Dazu macht er äußerlich auf schick und bei den Motoren auf sportlich. Reicht das um in diesem umkämpften Segment Fuß zu fassen?

Geschwindigkeit erzeugt Lärm

Bei unserer Testfahrt sitzt zum Glück niemand hinten drin und so ersparen wir uns das Gemaule von den billigen Plätzen. Die ersten Meter der Testfahrt lassen sich denn auch gut an. Die Fahrt geht von Köln aus über die A1 in Richtung A2 und dann gen Osten. Wir entschwinden dem stehenden Berufsverkehr und geben Gas. Dieses quittiert der 1,6 Liter große Benziner allerdings mit erhöhter Geräuschkulisse. Während sich der Antrieb bis 120 Stundenkilometer noch vornehm zurückhielt, beginnt der Motor ab 150 ziemlich zu lärmen. Hinzu kommen Windgeräusche, die das schnelle Fahren etwas unkomfortabel machen.

Verspielt, aber durchaus hochwertig zeigt sich der Innenraum des Franzosen. Mit einigen kleinen Ideen hebt sich der DS4 auch hier vom C4 ab. Foto: HerstellerBild vergrößern
Verspielt, aber durchaus hochwertig zeigt sich der Innenraum des Franzosen. Mit einigen kleinen Ideen hebt sich der DS4 auch hier vom C4 ab. - Foto: Hersteller

Denn schnell kann der sportliche Franzose schon. Unter der Haube werkelt ein Benziner mit  200 PS. Für ein Auto mit 1391 Kilogramm Leergewicht eine stattliche Leistung. Entsprechend flott stürmt der Franzose auch nach vorne. Die Beschleunigung gibt Citroën offiziell nicht an, aber die dürfte deutlich unter 10 Sekunden liegen. Die Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h erscheint jedenfalls plausibel. Bei so viel Kraft war es eine gute Idee des Herstellers das Fahrwerk entsprechend straffer abzustimmen. Die dickeren Stabilisatoren und die direkter abgestimmte Lenkung machen das Auto gut beherrschbar. Aufgrund der Geräuschkulisse verzichten wir allerdings freiwillig auf dauerhaftes Vollgas und lassen uns, mittlerweile auf der A2 angekommen, wieder auf Normal-Tempo zurückfallen.

Beachtlicher Verbrauch 

Das ist ja schließlich auch hinsichtlich des Verbrauchs eine gute Idee. Der soll schließlich bei moderaten 6,4 Liter auf 100 Kilometern liegen. Beim ersten Tanken nach rund 250 Kilometern sind wir davon erst mal weit weg. Das war allerdings auch kein fairer Zyklus mit dem Testen der Höchstgeschwindigkeit. Der zweite Testwert fällt nach weiteren 500 Kilometern bescheidener aus. Allerdings liegen wir auch da mit 8,6 Litern ziemlich weit weg vom Normverbrauch. Und das bei einem sehr hohen Anteil Autobahn und moderater Fahrweise.

Sportlich ist der schon: Die 200 PS des Vierzylinders jagen den Kompakten auf 235 Stundenkilometer hoch. Dazu hat er ein auf Sportlichkeit ausgerichtetes Fahrwerk. Foto: HerstellerBild vergrößern
Sportlich ist der schon: Die 200 PS des Vierzylinders jagen den Kompakten auf 235 Stundenkilometer hoch. Dazu hat er ein auf Sportlichkeit ausgerichtetes Fahrwerk. - Foto: Hersteller

Damit zeigt sich der DS4 in unserem Test etwas trinkfreudig. Nun lässt sich natürlich argumentieren, dass Sparfüchse ohnehin zu einem der drei Diesel-Varianten greifen werden. Und ganz von der Hand zu weisen ist das auch sicher nicht. Schließlich bietet der DS4 mit dem THP 200 eine Menge Sport. Aber das lässt sich Citroën auch mit vielen Euros bezahlen. Der Basispreis für den stärksten DS4 liegt bei 28.650 Euro. Damit liegt der Franzose mehr als 1000 Euro über dem Grundpreis eines VW Golf GTI.

Umfangreiche Serienausstattung 

Das ist schon eine ambitionierte Preisgestaltung, auch wenn der DS4 für sein Geld eine Menge Ausstattung mitbringt. So ist die schöne Panorama-Frontscheibe stets dabei, ein Tempomat ebenso wie die Leichtmetallfelgen im Format 18 Zoll, der Tot-Winkel-Assistent und die optische und akustische Einparkhilfe. Das Highlight bei unserer Probefahrt waren allerdings die elektrisch verstellbaren Sitze mit Massagefunktion. Sie haben unsere Fahrten doch sehr versüßt. Rechnet man diese umfangreiche Ausstattung bei einem Golf GTI drauf, dann entsteht doch wieder ein ganz erheblicher Preisunterschied. Und der kann nicht massieren!

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