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Smart, Twingo und Co. im Crashtest : Die Kleinsten haben das Nachsehen

13.09.2012 11:34 Uhrvon
Neuer ADAC-Crashtest: Gefährliche KleinwagenVideo abspielen
Videos  13.09.2012 3:17 MinNeuer ADAC-Crashtest: Gefährliche Kleinwagen

Kleiner ist smarter – Für Kleinstwagen gilt das auf jeden Fall bei den Kosten für Kauf und Unterhalt. Sind die Knirpse aber auch sicher? Der ADAC hat vier Modelle einem „versetzten“ Crashtest unterzogen. Die Ergebnisse sind besorgniserregend.

Kleinstwagen sind in aller Munde. Sie sparen Geld, finden in den überfüllten Innenstädten eher noch einen Parkplatz und sie schonen die Umwelt. Aber wie sicher sind die Knirpse eigentlich? Das dürfte sich so ziemlich jeder schon mal gefragt haben, der einen Smart kritisch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet hat. Der ADAC ist dieser Frage mit einem neuen Crashtest nachgegangen und hat einen Smart fortwo, einen Renault Twingo, einen Kia Picanto und einen Fiat 500 gegen ein entgegenkommendes Hindernis gefahren. Damit soll der Zusammenstoß zwischen einem Kleinstwagen und einem Mittelklasse-Modell nachgestellt werden.

Erst Mitte August haben deutsche Hersteller beim "versetzten" Frontalaufprall in den USA schlechte Noten bekommen.

Bei diesem Verfahren werden Autos frontal versetzt, aber nur mit einer Überdeckung der Fahrzeugfronten von wenigen Zentimetern, gegeneinander gefahren. Der Autoclub hat diesen Crashtest, im Fachjargon "Small Overlap" genannt, nun mit Kleinstwagen nachvollzogen. Allerdings nimmt der ADAC anders als das Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) in den USA ein weiches Hindernis als Barriere für den Aufprall. Damit wird die Kollision mit einem Mittelklassewagen, wie etwa VW Passat oder ein Ford Mondeo, simuliert.

Schwere Verletzungen an den Beinen

Bei allen Testwagen hätten die Insassen schwere Verletzungen der Beine davon getragen. Foto: ADACBild vergrößern
Bei allen Testwagen hätten die Insassen schwere Verletzungen der Beine davon getragen. - Foto: ADAC

Die Ergebnisse des Tests sind allerdings ernüchternd. Im Gegensatz zum normalen Euro-NCAP-Crashtest, wo alle Fahrzeuge gut abschnitten, zeigten die Knirpse beim versetzten Aufprall gravierende Schwächen. Lediglich der Kleinste, der Smart, konnte lebensgefährliche Verletzungen im Brustbereich verhindern. Bei den drei anderen Kandidaten wären dort erhebliche Verletzungen entstanden.

Im Bereich der Beine und Füße wurden bei allen Autos erhöhte Belastungen an den Dummys festgestellt. Vor allem, weil die Pedalerie und teilweise auch die Lenksäule in den Innenraum gedrungen ist. Hier machte der Fiat 500 noch die beste Figur, aber bei allen vier Modellen wäre es bei einem echten Unfall zu schweren Verletzungen an den unteren Extremitäten gekommen. Eine solche Begegnung zwischen Kleinstwagen und Mittelklasse-Modell würde für die Insassen der Kleinen schmerzliche Folgen haben.

Dass der Smart bei diesem Crashtest noch als Bester abschnitt führen die Ingenieure vor allem auf die Konstruktionsweise des Knirpses zurück. Bei dessen optimierter Knautschzone würde sogar Motor und Hinterachse die Kräfte des Aufpralls mit aufnehmen. Der ADAC fordert als Konsequenz für die Ergebnisse des Tests, die allen vier Modellen nur „befriedigende Kompatibilität“ bescheinigt, eine Art Schutzschild. Die Steifigkeit der Fahrzeugfronten müssen auf einander abgestimmt werden. Das gilt gerade bei Unfällen mit Autos unterschiedlicher Klassen.

Die Ergebnisse des Crashtests im Überblick:

Die Auswertung des Crashtests im Vergleich mit dem normalen Euro-NCAP-Crashtest. Bei den rot markierten Körperteilen wären bei Menschen Verletzungen aufgetreten. Foto: ADACBild vergrößern
Die Auswertung des Crashtests im Vergleich mit dem normalen Euro-NCAP-Crashtest. Bei den rot markierten Körperteilen wären bei Menschen Verletzungen aufgetreten. - Foto: ADAC

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