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Toyota Auris nun auch mit Hybrid : Bieder war gestern

23.12.2012 13:03 Uhrvon
Optisch verbessert: Der Auris hat mit der Neuauflage bei seinem Aussehen deutllich zugelegt. Foto: HerstellerBild vergrößern
Optisch verbessert: Der Auris hat mit der Neuauflage bei seinem Aussehen deutllich zugelegt. - Foto: Hersteller

Toyota nimmt einen neuen Anlauf mit dem kompakten Auris. Mit besserem Aussehen und verfeinerter Technik will der Kompakte sich gegen den Klassenprimus VW Golf mehr Marktanteile erarbeiten. Wir haben eine Version mit Hybridantrieb ausprobiert.

Gäbe es nicht das bekannte Toyota-Logo am Grill, käme wohl kaum einer auf die Idee, die zweite Generation des Auris vor sich zu haben. Zu gravierend ist der Unterschied: angriffslustig statt pomadig. Toyota hat das Design entdeckt, der neue Auris fällt nun auf im Reich von Golf und Co. Viele Ecken und Kanten, grimmiges Gesicht, wilde Heckleuchten. 5,5 Zentimeter niedriger wurde er und drei Zentimeter länger bei gleichem Radstand von 2,6 Metern.

Die schicke Form hat jedoch funktionale Nachteile: Die Wischer reinigen die riesige Frontscheibe nur teilweise, und das Heckfenster ist ein Guckloch. Mit seinem Platzangebot liegt der 4,28 Meter lange Japaner im ersten Drittel der Kompaktklasse.

Der Kofferraum bietet ordentliche 360 Liter (VW Golf 380 Liter). Aber: Nach dem Umklappen der im Verhältnis 60 zu 40 teilbaren Rücksitze entsteht eine acht Zentimeter hohe Stufe. Zudem passt die labberige Filzauskleidung nicht zu einem neuen Auto. Leider hat Toyota auch an Stellen gespart, wo man das sehen und fühlen kann.

Digitaluhr als Fremdkörper

So auch beim Cockpit. Das ist zwar eine Klasse besser verarbeitet als das des alten Auris, enthält aber (vor allem im Vergleich zum Golf VII) noch immer zu viel Hartplastik, welches zudem noch in unterschiedlichen Farbtönen verbaut worden ist. Und immer wieder schaut man irritiert auf die wie ein Fremdkörper wirkende große Digitaluhr mit den simplen Knöpfen im Stil der späten achtziger Jahre. Ein merkwürdiger Kontrast zu den nun richtig schönen und gut ablesbaren blau beleuchteten Instrumenten. Das Lederlenkrad liegt gut in der Hand, die stark ausgeformten neuen Sitze machen nicht nur optisch etwas her; sie erweisen sich als echter Komfortgewinn.

Überhaupt, der neue Auris ist spürbar besser geworden. Es gibt ihn nur noch als Fünftürer und vom Marktstart am 19.Januar an sofort mit fünf Motoren: zwei Benzinern mit 99 PS (ab 15 950 Euro) und 132 PS (ab 19 950 Euro), zwei Dieselmotoren mit 90 PS (ab 17 900 Euro) und 124 PS (ab 23 150 Euro) sowie dem Hybridantrieb (ab 22950 Euro). Automatikfreunde dürften auch mit dem Neuen nicht glücklich werden: nur für den 132-PS-Benziner ist eine stufenlose Automatik für heftige 1600 Euro lieferbar.

Mit Hybrid gnz weit vorne

In der Hybrid-Version gibt das rechte Rundinstrument Hinweise auf die aktuelle Fahrweise. Foto: HerstellerBild vergrößern
In der Hybrid-Version gibt das rechte Rundinstrument Hinweise auf die aktuelle Fahrweise. - Foto: Hersteller

Wir sind den Auris Hybrid mit 136 PS Systemleistung gefahren, der seit 2010 in dieser Klasse einzigartig ist. Erst 2014 dürfte VW etwas Ähnliches anbieten. Mit dieser Hybridtechnik liegt Toyota ganz weit vorn. 2013 Jahr werden die Japaner fünf Millionen Hybridautos verkauft haben; in den nächsten drei Jahren folgen 21 neue Hybride, und 2015 startet als Weltneuheit das erste serienmäßige Brennstoffzellenauto von Toyota.

Im neuen Auris arbeitet ein in Details optimierter Hybridantrieb. Wir schenken uns die aufwendigen technischen Erklärungen. Nur so viel: Das Ganze funktioniert sehr gut. Toyota hat dem stufenlosen Getriebe den Gummibandeffekt größtenteils austreiben können. Nur bei höherem Autobahntempo klingt der 1,8-Liter-Benziner noch angestrengt. Bei moderater Fahrt und gezügelten sportlichen Ambitionen erledigt der Hybrid seine Arbeit unauffällig gut – und vor allem sparsam: Laut Bordcomputer verbrannte der Benziner bei unserer ersten Ausfahrt nur zwischen 3,4 und 5,4 Liter Super auf 100 Kilometer. Vom elektronisch geregelten komplizierten Zusammenspiel des 99 PS starken Benziners und des 82 PS starken E-Motors spürt der Fahrer nichts. Gut so!

Lenkung "europäisch" abgestimmt

Bestellbar ist der neue Toyota Auris bereits jetzt, ausgeliefert wird ab dem 19. Januar. Foto: HerstellerBild vergrößern
Bestellbar ist der neue Toyota Auris bereits jetzt, ausgeliefert wird ab dem 19. Januar. - Foto: Hersteller

Gut auch, dass der Batteriepack nun unter die Rücksitzbank gewandert ist, und damit auch der Hybrid einen gleich großen Kofferraum wie der normale Auris besitzt. Viel Aufwand steckte Toyota in Geräuschdämmung und Fahrwerk: Der Auris fährt leise, gibt sich viel handlicher als der Vorgänger, vergisst jedoch auch nicht, verbindlich zu federn. Insgesamt ein Kompromiss, mit dem sich gut leben lässt. Selbst die elektrische Lenkung haben die Japaner dieses Mal europäisch gekonnt abgestimmt; Präzision und Rückmeldung reichen nun aus.

Bei den Preisen hielten sich die Toyota-Leute zum Glück zurück. Der neue Auris kostet 700 Euro weniger als der Vorgänger, startet nun bei 15 950 Euro. Doch diese Version können wir nicht empfehlen, denn sie besitzt weder Klima noch Radio. Dafür muss schon das Modell Cool geordert werden, das gleich 2000 Euro teurer ist. Den 132-PS-Benziner gibt es erst ab Ausstattung Life für mindestens 19 950 Euro, die dann bereits über Navi und Rückfahrkamera verfügt. Und erstmals ist der Hybrid mit seinen 22 950 Euro 200 Euro billiger als der große Diesel. Kein Wunder, dass Toyota glaubt, jeder dritte Auris werde ein Hybrid sein. Nach unseren Erfahrungen glauben wir Toyota das. Vor allem als Hybrid ist der Auris eine interessante Alternative zu Golf und Co.

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